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Jünger und die Folgen

  • Niels Penke

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-VII
  2. Niels Penke
    Pages 1-4
  3. Niels Penke
    Pages 5-63
  4. Niels Penke
    Pages 65-79
  5. Niels Penke
    Pages 81-166
  6. Back Matter
    Pages 167-168

About this book

Introduction

Nach dem Krieg zunächst verfemt, gewann Ernst Jünger erneut an Popularität, die Lübke, Heuss und Kohl vielleicht sinnfälliger einte als Carlo Schmid, Joschka Fischer oder Heiner Müller, die sich ebenfalls emphatisch auf ihn bezogen und seinen intellektuellen Einfluss betonten. Bis in die Gegenwart ist das Spektrum dieser affirmativen Einschätzungen und Haltungen Jünger gegenüber vor allem in konservativen Kreisen, Burschenschaftlichen Milieus und (neu)rechten Subkulturen zu beobachten.

Gegenläufig lässt sich eine Kritik nachzeichnen, die ihn zum Musterbeispiel deutscher Aggression, allgemeiner ‚Kriegsverherrlichung‘ und symptomatischer Exkulpationsstrategien nach 1945 erkoren hat. Walter Benjamin, Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Klaus Theweleit, Jutta Ditfurth, Maxim Biller oder der Titanic sind nur einige unter vielen Kritiker/innen, auf die Jünger - bei aller Ablehnung und Kritik - dennoch gewirkt hat.

Zeitgleich haben die popkulturellen Bezüge auf Jünger zugenommen: Max Goldt, Tristesse Royale, Wolfgang Herrndorf, Dietmar Dath oder Susanne Blech beziehen sich auf Jünger als Ästheten und provozierendes Stilvorbild, oft jedoch im Modus der Ironie, die interpretationsbedürftig ist. 

Keywords

Jünger-Syndrom Konservative Revolution "In Stahlgewittern" Erster Weltkrieg "Auf den Marmorklippen" Wilflingen Jünger-Rezeption

Authors and affiliations

  • Niels Penke
    • 1
  1. 1.Universität SiegenSiegenDeutschland

Bibliographic information