Die Beobachtung von Kommunikation

Zur kommunikativen Konstruktion sozialen Handelns

  • Authors
  • Wolfgang Ludwig Schneider

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-9
  2. Wolfgang Ludwig Schneider
    Pages 11-16
  3. Wolfgang Ludwig Schneider
    Pages 110-148
  4. Wolfgang Ludwig Schneider
    Pages 149-175
  5. Wolfgang Ludwig Schneider
    Pages 176-190
  6. Wolfgang Ludwig Schneider
    Pages 191-230
  7. Back Matter
    Pages 269-296

About this book

Introduction

Soziologie hat es mit der Untersuchung menschlichen Handeins zu tun. Diese Feststellung kann als Gemeinplatz gelten. Doch schon die Frage, was Handlungen sind, führt in kontroverse Zonen der Theoriediskussion. Die soziologische wie die philosophische Handlungstheorie begreift Handeln im 1 wesentlichen immer noch als intentionales Verhalten. Obwohl damit von Hause aus je individuell und psychisch konstituiert, gelten Handlungen 2 zugleich als Basiseinheiten des Sozialen. 'Sozialisiert' werden sie durch den Einbau sozialer Bezüge in den psychischen Handlungssinn. Diese kommen ins Spiel durch die Orientierung an den Erwartungen oder Handlungen anderer Akteure sowie durch die soziale Prägung individuell verfolgter Handlungsziele und dafür ausgewählter Mittel. Fragt man nach den Bedingungen der Möglichkeit dafür, wie Akteure fremde Erwartungen antizipieren, den Sinn fremder Handlungen erraten und in ihrem Handeln sozialisatorisch geprägt werden können, trifft man auf Kommunikation. Soziales Handeln und Kommunikation erscheinen so als korrelative Begriffe, deren Beziehung zueinander der genaueren Klärung bedarf. Zwei Grundpositionen dazu konkurrieren im soziologischen Theorieangebot: (1) Kommunikation kann als spezifische Form des Handelns gedeutet werden. Sie besteht demnach in der Ausführung von Mitteilungsakten oder Sprechhandlungen, mit denen ein Akteur anderen Akteuren intentional ausgewählte Informationen übermittelt bzw. Interaktionsoffertenanzeigt. Die Spannweite der so angelegten Positionen reicht von informationstheoreti­ schen Übertragungsmodellen bis hin zur Sprechakttheorie und zur Haber­ 3 masschen Theorie kommunikativen Handelns. Oder in der Diktion der sprachanalytischen Philosophie seit Anscombe (1957): als Körperbewegungen und deren Wirkungen, soweit diese intentional unter einer Beschreibung sind. Siehe dazu unten, Kap. 1.4.

Keywords

Beziehung Handlungstheorie Identität Interaktion Kommunikation Kommunikationstheoretisch Kommunikationstheorie Konversationsanalyse Luhmann Max Weber Organisation Selektion Soziologie Struktur Systemtheorie

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-99345-8
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1994
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12642-5
  • Online ISBN 978-3-322-99345-8
  • About this book
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