Direkte Kontrollen als Mittel der Geldpolitik

  • Wolfgang Graebner
  • Günter Schmölders

Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1688)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-10
  2. Wolfgang Graebner, Günter Schmölders
    Pages 11-13
  3. Wolfgang Graebner, Günter Schmölders
    Pages 14-24
  4. Wolfgang Graebner, Günter Schmölders
    Pages 25-37
  5. Back Matter
    Pages 83-95

About this book

Introduction

Die Notenbankpolitik ist wieder in Bewegung geraten. Nach Frankreich und Italien versuchen jetzt auch Holland und sogar die »liberale« Schweiz die monetären Ex­ pansionskräfte, die in den Nachkriegsjahren nur mit leichter Hand gelenkt wurden, schärfer an die Zügel zu nehmen. Nur scheinbar handelt es sich bei den Maßnahmen, die von einer globalen Limitierung des Bankkredites bis zur Kreditzuteilung reichen, um eine Neuorientierung der Notenbankpolitik. Im Grunde genommen aber setzen sie lediglich eine Entwicklung fort, die schon 1913 mit der Einführung von Mindest­ reserven 1 begonnen und später zur Festsetzung von Rediskontkontingenten und Konsumkreditkontrollen geführt hatte. Die Entwicklung geht in die Richtung einer genaueren Kontrolle der gesamtwirtschaftlichen Liquiditätsverhältnisse, insbeson­ dere aber der Bankenliquidität. Uneingestanden steht dahinter die Erkenntnis, daß die klassischen marktwirtschaftlichen Mittel der Notenbank, die Diskont- und Offenmarktpolitik, in einer Zeit voll konvertibler Währungen mit festen Wechsel­ kursen einem gewaltigen Buchgeldvolumen und einer Vielzahl von gewerblichen Finanzierungs- und Kreditinstituten außerhalb des Geschäftsbankensystems nicht mehr die volle Herrschaft über den Geldwert sichern. Die Erprobung neuer Maßnahmen bedeutet dennoch nicht, daß die klassischen Mittel gänzlich unbrauchbar geworden sind und durch neue ersetzt werden müssen; vielmehr haben die neuen Mittel die Aufgabe, das bestehende Instrumentarium sinnvoll zu ergänzen. Es handelt sich also nicht um eine neue Geldpolitik, sondern nur um eine »veränderte« Geldpolitik 2.

Keywords

Beschaffung Finanzierung Geldmarkt Geldpolitik Geldwert Konsum Kreditinstitut Kreditmenge Liquidität Mindestreserve Wirtschaft Währung

Authors and affiliations

  • Wolfgang Graebner
    • 1
  • Günter Schmölders
  1. 1.Finanzwissenschaftliches ForschungsinstitutUniversität KölnDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-98889-8
  • Copyright Information Springer Fachmedien Wiesbaden 1966
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-322-98202-5
  • Online ISBN 978-3-322-98889-8
  • About this book
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