Advertisement

Soziale Determinanten des Drogengebrauchs

Eine sozialwissenschaftliche Analyse des Gebrauchs weicher Drogen in der Bundesrepublik Deutschland

  • Authors
  • Karl-Heinz Reuband

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-10
  2. Einleitung

    1. Karl-Heinz Reuband
      Pages 11-18
  3. Theoretische und Empirische Grundlagen

    1. Front Matter
      Pages 19-19
    2. Karl-Heinz Reuband
      Pages 47-55
  4. Epidemiologische Ausgangsbedingungen

  5. Die Situation des Erstgebrauchs

    1. Front Matter
      Pages 91-91
    2. Karl-Heinz Reuband
      Pages 125-156
  6. Bedingungen für die Herausbildung der Konsumbereitschaft und des Fortgesetzten Drogengebrauchs

  7. Bedingungen für die Interpersonale Vermittlung Devianter Motivation

  8. Back Matter
    Pages 287-348

About this book

Introduction

Der Gebrauch von illegalen Drogen ist in der Bundesrepublik Deutschland seit langem ein Thema öffentlicher Aufmerksamkeit und Diskussion. Die Fülle der Publikationen zur Thematik ist beeindruckend. Und nicht minder beeindruckend ist die Uniformität, mit der bestimmte Deutungen der sozialen Realität in der deutschsprachigen Literatur vorgetragen werden. Viele Aussagen finden fast ungeteilte Zustimmung - Aussagen, die sich auf Trends, Erscheinungsformen und vor allem auf die Ursachen des Drogengebrauchs be­ ziehen. Doch was sich als beeindruckende Gemeinsamkeit darbietet, spiegelt oft mehr soziale Übereinstimmung als empirisch gesichertes Wissen wider. Mutmaßungen und My­ then haben sich in weite Teile der Drogendiskussion eingeschlichen. Dadurch, daß sie ständig wiederholt werden, sind sie zu quasi-wissenschaftlichen "Selbstverständlichkeiten" geworden, die ohne nähere Prüfung übernommen werden. Vermutlich gibt es kaum ein anderes gesellschaftliches Phänomen, bei dem ein verbreiteter Glaube an Kenntnisse so sehr mit grundlegender Unkenntnis verbunden ist. In der vorliegenden Arbeit unterziehen wir die vorherrschenden Beschreibungen und Deutungen einer genaueren Betrachtung und überprüfen sie auf ihre Brauchbarkeit. Dabei wird versucht, einen neuen Zugang zum Phänomen des Gebrauchs illegaler Drogen (im folgenden synonym auch Drogen-oder Rauschmittelgebrauch genannt) zu finden: Die ge­ wählte Perspektive ist keine individualistische, wie in den meisten deutschsprachigen Ar­ beiten zum Thema, sondern eine sozialwissenschaftliche. Die Drogenverwendung wird nicht, wie oft in der Vergangenheit, als eine Sache des "Alles oder Nichts" gesehen und untersucht, sondern als das Ergebnis eines sozialen Prozesses -einer "sozialen Karriere- mit unterschiedlichen Phasen oder Stufen.

Keywords

Arbeit Ausbildung Drogen Gender Glaube Jugendliche Konformität Konsum Normen Sozialwissenschaft Soziologie Wissen

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-94211-1
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1994
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12584-8
  • Online ISBN 978-3-322-94211-1
  • Buy this book on publisher's site
Industry Sectors
Pharma
Automotive
Chemical Manufacturing
Consumer Packaged Goods