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Literatur als Praxis?

Aktualität und Tradition operativen Schreibens

  • Editors
  • Roul Hübner
  • Erhard Schütz

Part of the LESEN book series (LES, volume 4)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-6
  2. Vorbemerkung

    1. Roul Hübner, Erhard Schütz
      Pages 7-12
  3. Theorie und Analyse

    1. Front Matter
      Pages 13-13
    2. Bernd Witte
      Pages 15-24
    3. Raoul Hühner
      Pages 25-43
    4. Erhard Schütz
      Pages 44-70
    5. Hans G. Helms
      Pages 71-95
    6. Raoul Hübner
      Pages 158-190
    7. Rüdiger Safranski
      Pages 191-218
  4. Information und Kritik

    1. Front Matter
      Pages 219-219
    2. Bruno Frei
      Pages 221-223
    3. Erhard Schütz
      Pages 224-228
    4. Bernd Witte
      Pages 229-231
    5. Heiner Montag
      Pages 232-233
    6. Stephan Reinhardt
      Pages 234-236
  5. Back Matter
    Pages 237-240

About this book

Introduction

Operatives Schreiben versteht sich als eingreifendes Schreiben - und HandeIn. Es intendiert - wie das brechtsche ,eingreifende Denken- die Veränderung der (sozialen, ökonomischen usw. ) Wirklichkeit selbst, oder doch eines Teils davon. Wo aber diese Veränderung nicht schon zu erreichen ist, will operatives Schreiben wenigstens die Var­ bereitung und Herstellung van Bedingungen der Veränderbarkeit, z. B. durch Einleitung von Modellversuchen. Es ist daher Grundprin­ zip operativen Arbeitens, die vielfältigsten und unter sich heterogen­ sten darstellerischen Mittel (und Medien) - "gleichgültig, ob sie bis­ lang als künstlerisch oder nichtkünstlerisch galten" (Scharang) - für das unmittelbar-praktische Ziel zu mobilisieren. Dieses Ziel ist am deutlichsten festgelegt in Benjamins Forderung, dag die ,Arbeit selbst' zu Wort kommen solle. Derartiges jedoch in einer Zeit zu for­ dern, in der noch keineswegs alles ,urn die Sonne der Arbeit kreist' (Marx), heigt, in dieser Zeit die Vorstadien aufzusuchen und zu pro­ pagieren, heigt, im Alltag die Möglichkeiten der Veränderbarkeit in Richtung des Zu-Wort-Kommen-Lassens der Arbeit aufzuspüren, mehr noch: sie verallgemeinern zu helfen, sie allgemein - zunächst vielleicht nur: bekannt - zu machen. Solange operatives Arbeiten noch eine Form bürgerlicher Aufklärung ist, in die Hand genommen zum Beispiel von Intellektuellen, lägt sich nicht davon absehen, dag es an der Krux aller Aufklärung teilhat: unabdingbares Prinzip der Herstellung allgemeiner Freiheit zu sein, gleichzeitig aber stets noch die gesellschaftliche Status-quo-Erhaltung zu betreiben und damit den real möglichen Fortschritt anzuhalten.

Keywords

Aufklärung Gesellschaft Literatur Tod Wirklichkeit Wissenschaft

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-85870-2
  • Copyright Information Springer Fachmedien 1976
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-11362-3
  • Online ISBN 978-3-322-85870-2
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