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Grundzüge des Wirtschaftsrechts

  • Authors
  • Rudolf Ott
  • Manfred Wendlandt

Part of the Das moderne Industrieunternehmen book series (MI)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-xi
  2. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 1-18
  3. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 19-41
  4. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 42-51
  5. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 52-80
  6. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 81-95
  7. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 96-109
  8. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 110-146
  9. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 147-162
  10. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 163-197
  11. Rudolf Ott, Manfred Wendlandt
    Pages 198-210
  12. Back Matter
    Pages 211-224

About this book

Introduction

1. Rechtsbegriff Unter Recht versteht man das Recht im objektiven Sinne und das Recht im sub­ jektiven Sinne. a) Recht im objektiven Sinne Als Recht im objektiven Sinne bezeichnet man die Gesamtheit aller Vorschriften, die auf bestimmten Rechtsgebieten (z.B. "Recht des Bürgerlichen Gesetzbuches", "Arbeitsrecht") gelten und die das Zusammenleben der Menschen regeln. Ein Mensch, der allein auf einer Insel wohnt, braucht kein Recht. Erst das Zusammenleben der Menschen macht das Vorhandensein einer Rechtsordnung, an die sich alle zu halten ha­ ben, notwendig. Außer den Rechtsvorschriften, deren Beachtung allgemein erzwungen werden kann, gibt es noch andere Regeln ftir das menschliche Zusammenleben. Religiöse Vorschriften, z.B. die Zehn Gebote, sind im säkularisierten (verwelt­ lichten) Staat kein Recht im objektiven Sinne, sondern moralische Verpflich­ tungen 1), d.h. Moralgebote des einzelnen Bürgers. Für den einzelnen gelten viel­ fach unterschiedliche Grundsätze der Sittlichkeit!). Beispielsweise hält mancher Einbrecher den Einbruchdiebstahl nicht ftir unmoralisch. Wenn bei allen Staats­ bürgern die Moralgebote gleich verpflichtend stark wären, könnte auf viele Rechts­ vorschriften verzichtet werden. Allgemein stimmen aber Recht und Sittlichkeit überein. Beispiel: Von den meisten Menschen wird ein Diebstahl fremden Gutes als unmoralisch ange­ sehen, auch wenn sie gar nicht wissen, daß ausgerechnet im § 242 des Strafgesetzbuches für denjenigen, der "eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, dieselbe sich rechtswidrig zuzueignen" eine Freiheitsstrafe angedroht ist. Es gibt aber auch Fälle, bei denen Recht und die allgemeine Moralauffassung nicht übereinstimmen.

Keywords

Handelsrecht Recht Staat Wirtschaftsrecht

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-85696-8
  • Copyright Information Springer Fachmedien 1969
  • Publisher Name Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-528-14101-1
  • Online ISBN 978-3-322-85696-8
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