Heinrich Mann und sein Publikum

Eine literatursoziologische Studie zum Verhältnis von Autor und Öffentlichkeit

  • Authors
  • Lorenz Winter

Part of the Kunst und Kommunikation book series (KK, volume 10)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Lorenz Winter
    Pages 8-17
  3. Lorenz Winter
    Pages 18-46
  4. Lorenz Winter
    Pages 47-68
  5. Lorenz Winter
    Pages 69-90
  6. Lorenz Winter
    Pages 91-92
  7. Lorenz Winter
    Pages 93-97
  8. Back Matter
    Pages 98-108

About this book

Introduction

Die folgende Studie ging aus einer 1963 an der Universität München vorgelegten Dissertation über Werk und Wirken Heinrich Manns her­ vor. Anfangs trug ich daher nicht geringe Bedenken, eine weitgehend zum internen akademischen Gebrauch bestimmte Arbeit in dieser Form einem breiteren Leserkreis zugänglich zu machen. Wenn das dennoch geschah, so deshalb, weil mir bei der Lektüre des deutschen Romanciers immer klarer wurde, daß die großen literarischen Mythen, von denen sein Werk lebt, in kleiner Münze noch stets in der Welt in Umlauf sind. Wir sprechen oft von künstlerischer Freiheit. Jedoch nur selten fra­ gen wir, woher der Schriftsteller, der einst schon für ein paar ihm zuge­ standene dichterische Freizügigkeiten dankbar war, das Recht nimmt, sich künstlerisch frei zu gebärden. Wir sprechen von den existenziellen Problemen eines Autors, aber wissen nicht anzugeben, ob, wie und seit wann die Dichterexistenz als solche gelebt werden kann. Wir führen die Form gegen die Tendenz an, doch vergessen, daß dem Wort Form eher in der Sprache der Sportler und Diplomaten eine Bedeutung zu­ kommt: dort meint es technische Vollendung und hier die vollendete Höflichkeit. Kann Dichtung aber allein davon ihr Dasein fristen? Wohl ebensowenig wie von der ihr leichthin zugeteilten Aufgabe, das Unsag­ bare auszusprechen, was für den Poeten von Geblüt zweifellos eine ziemlich karge Kost sein dürfte. Wir gefallen uns endlich in der Be­ scheidenheit, literarischen Ruhm und Dauer als altmodische Romantik abzutun, aber wir vernichten selbst triviale Aktennotizen frühestens nach zehn Jahren.

Keywords

Heinrich Mann Romantik Schrift Sprache

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-663-02565-8
  • Copyright Information Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1965
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-663-00652-7
  • Online ISBN 978-3-663-02565-8
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