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Der Gesichtssinn Grundzüge der Physiologischen Optik

  • Authors
  • Wilhelm Trendelenburg
  • Manfred Monjé
  • Ingeborg Schmidt
  • Erich Schütz
Textbook

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages II-XII
  2. Wilhelm Trendelenburg
    Pages 1-1
  3. Wilhelm Trendelenburg
    Pages 1-66
  4. Wilhelm Trendelenburg
    Pages 66-242
  5. Wilhelm Trendelenburg
    Pages 242-372
  6. Back Matter
    Pages 373-447

About this book

Introduction

Farbensinn unabhängig von einem Raumsinn strenggenommen nicht gibt. Es ist aber diese "Abstraktion" zweckmäßig zur Gewinnung einer geordneten Über­ sicht über die Leistungen unseres Gesichtssinnes. Nunmehr wird also die räum­ liche Anordnung der Gesichtsempfindungen Gegenstand der Untersuchung sein. Ob man diesen Abschnitt als Lehre vom Raumsinn des Auges bezeichnet oder als Lehre von den Gesichtswahrnehmungen, ersteres nach HERING, letzteres nach HELMHOLTZ, ist Sache des Standpunktes und der Betrachtungsweise. Nach HELMHOLTZ kann nur das als Empfindung anerkannt werden, was durch Erfah­ rungsmomente nicht im Anschauungsbild überwunden oder in sein Gegenteil verkehrt werden kann. Die hiergegen vorgebrachten Einwände, über die HoFMANN (1) berichtet, erscheinen nicht stichhaltig. Wenn z. B. durch Hinlenken der Aufmerksamkeit aus einer zunächst ein­ heitlichen Klangempfindung Teilempfindungen (Obertonempfindungen) heraustreten, so kann dabei doch nicht von einer Überwindung der Klangempfindung durch Erfahrung die Rede sein. Sobald die besondere Aufmerksamkeitshinwendung aufhört, liegt auch wieder die ein­ heitliche Klangempfindung vor; niemand wird bei Anhören des Klarinettenspiels ständig die Obertöne heraushören, auch wenn er darauf eingeübt ist. v. KRIES (5) hält die Zurechnung der räumlichen Bestimmungen zur Empfindung für sehr unratsam. Sie seien durch ihre psychologische Beschaffenheit und die Bedingungen, von denen sie abhängen, von den Empfindungen tiefgreifend verschieden. Andererseits seien sie, obgleich in gewissem Sinne als Urteile zu bezeichnen, von dem was hauptsächlich unter Urteil verstanden wird, wieder verschieden. So sei der Helmholtzache Ausdruck der Wahrnehmungen als zweckentsprechend und sachgemäß vorzuziehen.

Keywords

Aufmerksamkeit Auge Farben Genom Lehrbuch Lunge Lungen Optik Physiologie Sprechen Untersuchung Wahrnehmung Wunden

Editors and affiliations

  • Manfred Monjé
    • 1
  • Ingeborg Schmidt
    • 2
  • Erich Schütz
    • 3
  1. 1.Lehrstuhl für Angewandte PhysiologieUniversität KielDeutschland
  2. 2.Division of OptometryIndiana UniversityBloomingtonUSA
  3. 3.Physiologisches InstitutUniversität Münster (Westf.)Deutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-22085-6
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-662-22086-3
  • Online ISBN 978-3-662-22085-6
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