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Der Schmerz — Ein vernachlässigtes Gebiet der Medizin?

Defizite und Zukunftsperspektiven in der Bundesrepublik Deutschland

  • Hanne Seemann
  • Manfred Zimmermann

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XVIII
  2. Zur Lage der Schmerzforschung in der Bundesrepublik Deutschland

    1. Front Matter
      Pages 1-2
    2. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 3-37
    3. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 38-57
    4. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 58-66
    5. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 67-67
  3. Zur Versorgungslage chronischer Schmerzpatienten in der Bundesrepublik Deutschland

    1. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 69-72
    2. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 73-75
    3. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 76-86
    4. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 87-111
    5. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 142-145
    6. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 154-158
    7. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 166-172
  4. Zusammenfassende Übersicht : Schmerzforschung und schmerztherapeutische Versorgung — Defizite und Zukunftsperspektiven

    1. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 173-173
    2. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 174-174
    3. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 178-184
    4. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 185-186
    5. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 187-188
    6. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 189-190
    7. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 191-193
    8. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 194-195
    9. Hanne Seemann, Manfred Zimmermann
      Pages 199-202
  5. Back Matter
    Pages 203-213

About this book

Introduction

Der Schmerz in seinem vieWiltigen Bezug zum menschlichen Leben hat in den letzten lahren eine Neubewertung erfahren, vor all em in der medizinischen Forschung und in den therapeutischen Konzepten. So wurde bisher der Aspekt iiberbetont, daJ3 der korperliche Schmerz meistens eine Begleiterscheinung von Krankheiten und deshalb vor aHem im Zusammenhang mit der jeweiligen Grundkrankheit zu sehen und zu behandeln sei. Diese Deutung ist fUr den Bereich akuter Schmer­ zen weitgehend richtig. So ist in jeder arztlichen Fachdisziplin der Schmerz an bestimmte Krankheiten gekoppelt, man denke an den Signalcharakter der Schmerzen z. B. bei Angina pectoris, Koliken, Trau­ men, Entziindungsvorgangen. Diese Logik des Erklarungszusammen­ hangs gilt auch fUr manche chronische Schmerzen, die deshalb chro­ nisch sind, weil die auslosende Krankheit nicht heilbar ist, z. B. Arthro­ sen, Tumoren, Nervenverletzungen. Eine solche einfach erscheinende Kausalitat ist bei vielen Arten von chronischem Schmerz dagegen nicht erkennbar, vielmehr sind komplexe korperliche und seelische Faktoren an Entstehung und Ablauf des Schmerzzustands beteiligt, z. B. bei Kreuzschmerzen, Algodystrophien, Migrane. So wird neuerdings immer starker die Auffassung vertreten, daJ3 Schmerzen, die nicht ausreichend behandelt werden oder behandelt werden konnen, als eigenstandige Krankheit anzusehen sind, als "Schmerzkrankheit". Haufig sind solche Schmerzen auch psychosoma­ tisch mitbedingt, z. B. kann der Schmerz ein Projektionssystem fiir unbe­ waltigte seelische Probleme und Konflikte sein.

Keywords

Chronische Schmerzen Krankheit Medizin Schmerz

Authors and affiliations

  • Hanne Seemann
    • 1
  • Manfred Zimmermann
    • 1
  1. 1.II. Physiologisches InstitutUniversität HeidelbergHeidelberg 1Germany

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-71225-8
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-540-16569-9
  • Online ISBN 978-3-642-71225-8
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