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© 2008

Lesesozialisation in der Familie

Eine Zeitbudgetanalyse zu Lesegewohnheiten

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About this book

Introduction

Diese Arbeit geht davon aus, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Familie als Institution der Lesesozialisation umgeben, in den letzten Jahren verändert haben. Es finden sich einerseits Hinweise dafür, dass Eltern und Kinder zunehmenden Zeitrestriktionen ausgesetzt sind, andererseits sind gleichzeitig die Anforderungen der Gesellschaft an Bildung und Erziehung gestiegen. Unter Berücksichtigung von sozialisationstheoretischen Ansätzen sowie Ansätzen, die insbesondere auf das Zusammenwirken von Bildung und Zeit abstellen, wird die Frage aufgeworfen, inwieweit die Familie als Institution der Lesesozialisation überhaupt noch von Bedeutung ist und wie sich verschiedene Familientypen diesbezüglich voneinander unterscheiden. Im Rahmen einer empirischen Analyse mit Daten der Zeitbudgeterhebung des Statistischen Bundesamtes kann unter anderem gezeigt werden, dass sich bisherige Bildungsungleichheiten durch die gleichzeitige Betrachtung von Bildung und Zeit nicht mehr eindeutig nachweisen lassen, sondern erst "auf den zweiten Blick" sichtbar werden. Familien mit idealen Voraussetzungen lassen sich durch Vorbildverhalten der Eltern, regelmäßige Interaktionen zwischen Eltern und Kindern sowie eine hohe Bildung beschreiben.

Keywords

Bildung Bildung und Erziehung Bildungsungleichheit Eltern Gesellschaft Institution Lesen Methodik Sozialisation Vorbildverhalten Zeitrestriktionen

About the authors

Sabine Wollscheid ist derzeit Lehrbeauftragte und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Soziologie an der Universität Trier.

Bibliographic information

Reviews

"Die Studie zeichnet ein sehr differenziertes Bild der Lesesozialisation. Die vielfältigen und ausgesprochen interessanten Ergebnisse lassen sich hier nicht im Detail wiedergeben. Dazu sei die anregende Lektüre des Buches empfohlen." tv diskurs, 01/2009