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Mythen und Realitäten des Anders-Seins

Gesellschaftliche Konstruktionen seit der frühen Neuzeit

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About this book

Introduction

Menschen, die ihren Zeitgenossen anders erscheinen, müssen deshalb nicht auch anders sein. Ebenso wenig wie Menschen, die in der frühen Neuzeit für besessen, Narren, Hexen oder Wechselbälger gehalten wurden, das tatsächlich waren, kann davon ausgegangen werden, dass Menschen, die uns heute als Behinderte oder psychisch Kranke erscheinen, dies in ontologischem Sinne sind. Der Hexenmythos ist weitgehend entzaubert, die thomistische Dämonologie als Leitparadigma durch den kartesianischen Mechanismus abgelöst worden. Doch auch unser heutiges Verständnis von Behinderung und psychischer Krankheit ist sozial konstruiert.

Keywords

Ausgrenzung Behinderte Dämonologie Familie Gesellschaft Pathologisierung Wahnsinn

About the authors

Dr. Eckhard Rohrmann ist Professor im Bereich Sozial- und Sonderpädagogik an der Philipps-Universität Marburg.

Bibliographic information

  • Book Title Mythen und Realitäten des Anders-Seins
  • Book Subtitle Gesellschaftliche Konstruktionen seit der frühen Neuzeit
  • Authors Eckhard Rohrmann
  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-531-90586-0
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Softcover ISBN 978-3-531-15527-2
  • eBook ISBN 978-3-531-90586-0
  • Edition Number 1
  • Number of Pages , 256
  • Number of Illustrations 8 b/w illustrations, 0 illustrations in colour
  • Topics Social Work
    Education, general
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Reviews

"Für die Sonderpädagogik ist das Buch interessant, weil es zeigt, welche Folgen die (scheinbar wahre) wissenschaftliche Diagnose vermeintlichen Anders-Seins hat. Vor diesem Hintergrund muss die Heilpädagogik ihre eigene Rolle kritisch reflektieren." VHN - Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 02/2008

"Rohrmann hat [...] eine Untersuchung vorgelegt, die sich sowohl durch eine bewunderungswürdige Kenntnis historischer Formen des Andersseins, durch seine 'erkenntnistheoretische Klugheit', als auch durch seine gute Lesbarkeit auszeichnet. Es ist dem Autor hervorragend gelungen, seiner Untersuchung eine sachliche und argumentativ anspruchsvolle Form zu geben und zugleich an die oft drastischen Auswirkungen der Konstruktion von Andersartigkeit auf die jeweils Betroffenen zu erinnern. Das Buch lädt dazu ein, die eigenen Wahrheiten zu hinterfragen und leistet damit selbst einen Beitrag zur Dekonstruktion." www.socialnet.de, 02.10.2007