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Kanon Macht Kultur

Theoretische, historische und soziale Aspekte ästhetischer Kanonbildungen

  • Editors
  • Renate von Heydebrand

Part of the Germanistische Symposien Berichtsbände book series (GERMSYMP)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XIV
  2. Theoretische und methodische Grundlagen

  3. Historische Konstellationen der Kanonbildung I: Interkulturelle Perspektiven

  4. Historische Konstellationen der Kanonbildung II: Intrakulturelle Perspektiven (insbesondere für den Zeitraum der letzten 150 Jahre)

  5. Kanon im gesellschaftlichen Prozeß

  6. Back Matter
    Pages 627-648

About this book

Introduction

Weltweit ist der literarische Kanon der abendländischen Kultur zum Gegenstand leidenschaftlicher Kontroversen geworden. Ist er notwendiger Garant der Tradierung zeitloser ästhetischer Werte oder blockiert er, selbst durch und durch historisch, die gegenwärtigen epochalen Umwälzungen im Bereich der Künste und ihrer Medien? Zementiert er die Herrschaft eines überholten, logozentrischen (und frauenfeindlichen) ästhetischen Diskurses? Oder entzieht er sich gerade durch Deutungsoffenheit und Wandelbarkeit der Festlegung auf und durch das je Herrschende? Die 37 Beiträge dieses Bandes sprechen diese und weitere Fragen der Kanondebatte vielfach explizit und implizit an. Statt vorschneller Stellungnahme suchen sie jedoch zunächst aus der Sicht verschiedener kulturwissenschaftlicher Disziplinen und Methoden an historischen wie aktuellen Fallbeispielen Begriff und Sache des Kanons zu klären, die Entstehung, Veränderung und Wirkweise von Kanons zu beschreiben sowie die Titelfrage nach dem Potential von Gewalt in Kanonwirkungen zu beantworten.

Bibliographic information