Advertisement

Allegorien des Erzählens

Wilhelm Raabes Jean-Paul-Lektüre

  • Authors
  • Christoph Zeller
Book

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-8
  2. Christoph Zeller
    Pages 9-22
  3. Christoph Zeller
    Pages 23-73
  4. Christoph Zeller
    Pages 74-126
  5. Christoph Zeller
    Pages 127-163
  6. Christoph Zeller
    Pages 164-202
  7. Christoph Zeller
    Pages 203-253
  8. Christoph Zeller
    Pages 254-312
  9. Christoph Zeller
    Pages 313-355
  10. Christoph Zeller
    Pages 356-361
  11. Christoph Zeller
    Pages 362-378

About this book

Introduction

Die Romane Wilhelm Raabes bilden ein kunstvolles Geflecht aus Zitaten und Anspielungen. Disparates, Ungefügtes ordnet sich im Selbstbezug poetischer Reflexionen. Nicht die Erzählung, sondern die Art und Weise der Darstellung, das Erzählen selbst ist der Gegenstand seiner Texte. Die literarischen Reminiszenzen zeugen, bislang unerkannt, von einer immanenten Poetik, und mehr noch: sie verraten den Ahnen eines eigentümlichen, dichterischen Verfahrens. Jean Pauls Schriften, häufig zitiert, sind Raabe Modell und Anstoß zur anthropologischen Erkundung des unbekannten Inneren, sie akzentuieren die Auflösung des autonomen Ich und setzen der im 19. Jahrhundert dominanten, auf Harmonie und Schönheit bedachten Ästhetik der Weimarer Klassik eine fiktive Welt des Fragmentarischen, des Häßlichen entgegen. Die Szenarien und Figuren Jean Pauls bezeichnen die Gesetze dichterischer Produktion, sind immer schon Allegorien des Erzählens. Raabe bekennt sich damit zu einer Tradition des offenen, aus Bruchstücken geformten Kunstwerks - zur Montage - und löst sich aus der Epoche des bürgerlichen Realismus. Seine Romane begründen, wie diejenigen Jean Pauls, die literarische Moderne.

Keywords

Epoche Klassik literarische Mod Moderne Poetik Realismus

Bibliographic information