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Nora verläßt ihr Puppenheim

Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts und ihr Beitrag zur ästhetischen Innovation: Dokumentation eines Symposiums, das am 2. und 3. Dezember 1999 auf Einladung der Herausgeberin in der Universität-Gesamthochschule Siegen stattfand

  • Editors
  • Waltraud Wende
Book

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-6
  2. Back Matter
    Pages 323-325

About this book

Introduction

Die aus Biologie und Kulturgeschichte folgende Andersartigkeit der sozialen, politischen, ökonomischen, kulturellen und intellektuellen Erfahrungswelt weiblicher Autoren lässt andere Imaginationen und andere formalästhetische Ausdrucksformen erwarten als bei ihren männlichen Kollegen. Hinzu kommt, dass die weibliche Schreibpraxis immer auch in Beziehung zu der von Männern regierten normalen", sich geschlechtsindifferent gerierenden Literaturtradition einer Gesellschaft gesehen werden muss. Diese binäre Rückbindung stellt weibliche Autoren in ein doppeltes Spannungsfeld von Anpassung und subversivem Aufbruch: Sie können tradierte Vorstellungen vom Platz der Geschlechter in der Gesellschaft akzeptieren oder dagegen rebellieren, und sie können die von männlichen Autoren etablierten Modelle literarischen Schreibens für ihre eigene Schreibpraxis affirmativ übernehmen oder subversiv dagegen anschreiben. Ästhetisch innovative weibliche Schreibpraxis experimentiert sowohl mit kollektiv geteilten Wirklichkeitskonstruktionen als auch mit literarischen Ausdrucksformen. Höhepunkte so verstandener Innovation werden u.a. repräsentiert von Ingeborg Bachmann, Antonia Byatt, Marguerite Duras, Elfriede Jelinek, Brigitte Kronauer, Irmtraud Morgner, Erika Pedretti, Nathalie Sarraute, Ginka Steinwachs, Christa Wolf, Virginia Woolf. Der Band dokumentiert ein Symposium, das auf Einladung der Herausgeberin an der Universität-Gesamthochschule Siegen stattfand.

Keywords

20. Jahrhundert Geschlecht Kulturgeschichte Literatur

Bibliographic information