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Jugend, Rechtsextremismus und Gewalt

Analyse und Argumente

  • Christoph Butterwegge
  • Georg Lohmann

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Einleitung

    1. Christoph Butterwegge, Georg Lohmann
      Pages 9-10
  3. Gesellschaftliche Hintergründe und sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze

  4. Rechtsextremismus als Herausforderung für Staat und Gesellschaft

  5. Aufgaben der Schule: Modelle — Methoden — Medien

    1. Front Matter
      Pages 129-129
    2. Sylke Kirschnick
      Pages 131-148
    3. Georg Auernheimer
      Pages 163-172
    4. Georg Lohmann
      Pages 173-183
  6. Jugendarbeit und Weiterbildung: Maßnahmen der Prävention/Intervention

  7. Back Matter
    Pages 291-304

About this book

Introduction

Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt sind nicht nur ein Problem der Jugend, auch wenn das Phänomen vor allem bei jungen Männern besonders spektakulär in Erscheinung tritt und sich die Aufmerksamkeit seit geraumer Zeit sehr stark darauf konzentriert. Morde an Migrant(inn)en, aber auch Nichtsesshaften und Obdachlosen; Schändungen jüdischer Einrichtungen; Skinhead-Konzerte mit Musik voller Menschenverachtung und Hass; Mas­ senaufmärsche neofaschistischer Parteien und Organisationen sind beinahe alltäglich geworden. Nach dem Bombenanschlag von Düsseldorf, bei dem am 27. Juli 2000 zehn Aussiedler/innen, davon die meisten Juden, zum Teil schwer verletzt wurden, nahm die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in den Medien und der politischen Öffentlichkeit unseres Landes zum ersten Mal seit fast zehn Jahren wieder breiten Raum ein. Auch wenn nicht nochmals Menschenketten gebildet, sondern eher prominente Zeitgenossen und Trend­ setter angehalten wurden, ihr "Gesicht zu zeigen" , war nunmehr vielen Bür­ ger(inne)n bewusst, dass sie selbst etwas tun müssen, um der rechten Gewalt Einhalt zu gebieten. Übereinstimmung herrscht darüber, dass die Schule und die politische Weiterbildung zu den Stützen im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassis­ mus und (Jugend-) Gewalt gehören sollten. Ohne die Verantwortung von Bil­ dungs- und Erziehungsinstitutionen für eine demokratische Ausrichtung der Jugend zu leugnen, muss betont werden, dass (Sozial-)Pädagogik ohnmächtig ist, wenn die Politik versagt. Es genügt nicht, die Rolle der politischen Bil­ dung für ein "friedliches Zusammenleben der Kulturen" und die "Stabilität der parlamentarischen Demokratie" in Sonntagsreden zu beschwören, wenn man nicht bereit ist, im alltäglichen Verteilungskampf der einzelnen Fachres­ sorts um knappe Haushaltsmittel die dafür benötigten Ressourcen bereitzu­ stellen.

Keywords

Demokratie Extremismus Gewalt Haushalt Institution Parlament Parteien Politik Rechtsextremismus

Editors and affiliations

  • Christoph Butterwegge
    • 1
  • Georg Lohmann
    • 2
  1. 1.Universität zu KölnDeutschland
  2. 2.Otto-von-Guericke-Universität MagdeburgDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-97507-2
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 2000
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8100-2976-8
  • Online ISBN 978-3-322-97507-2
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