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Ostdeutschland im Wandel: Lebensverhältnisse — politische Einstellungen

  • Editors
  • Hans Bertram

Part of the KSPW: Transformationsprozesse book series (TRANSFORMATION, volume 7)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XI
  2. Lebensbedingungen und sozialen Lagen

  3. Wertorientierungen und Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen

    1. Front Matter
      Pages 125-125
    2. Thomas Gensicke
      Pages 127-154
  4. Demokratieverständnis, politischer Protest und Parteipräferenzen

  5. Methodische Anlage und Ausführung der KSPW-Repräsentativumfrage 1993

    1. Front Matter
      Pages 285-285
    2. Jürgen H. P. Hoffmeyer-Zlotnik
      Pages 287-309
  6. Back Matter
    Pages 311-315

About this book

Introduction

Die Ergebnisse der vorstehenden Untersuchung lassen sich in den folgenden drei Punkten zusammenfassen: 1. Es ist ein erheblicher Wechsel zwischen der (rückerinnerten) Wahl vom De­ zember 1990 und der Wahlabsicht Anfang 1993 festzustellen. Rund 40% aller Befragten sind entweder zu einer anderen Partei gewechselt, oder sie haben sich von einer Partei in die Kategorie "Nichtwähler" , "Weiß nicht" oder "Kei­ ne Antwort" begeben. Besonders stark davon betroffen sind die Parteien der Bonner Regierungskoalition, die nur eine Minderheit ihrer Wähler von 1990 bis zum Jahresbeginn 1993 bei der Stange halten konnten. Allerdings ist nur eine Minderheit der CDU-Abwanderer zu anderen Parteien gewechselt, die große Mehrheit hat sich zunächst in die gewissermaßen parteipolitisch neutra­ le Kategorie der Unentschiedenen, der Nichtwähler und der Antwortverweigerer bewegt. Es handelt sich vermutlich, zumindest gemessen arn Stand von 1993, um keine endgültigen Umorientierungen, sondern um Distanzierungen von der ursprünglich gewählten Partei. 2. Ähnlich wie die Parteiidentifikationen weisen die Parteiwählerschaften auch in den neuen Bundesländern eine gewisse sozialstrukturelle Profilierung auf, die jedoch noch deutlich diffuser als in Westdeutschland ist. Dies bedeutet mit anderen Worten, daß die Wahlabsichten in Ostdeutschland sozialstrukturell weniger stark verankert sind als im Westen. Daraus läßt sich folgern, daß das Wahlverhalten in den neuen Bundesländern auch mittelfristig stärkere Aus­ schläge zeigen dürfte als im Westen. Überraschungen lassen sich aufgrund dieser hohen Volatilität ebenso wenig ausschließen wie Erdrutschwahlen in die eine oder andere Richtung. 3.

Keywords

Einkommen Familie Nation Nationalismus Sozialstruktur Struktur Transformation Transformationsprozess Verwaltung Wahlabsicht Wahlen Wahlverhalten Westen Wohnen politische Einstellung

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-95785-6
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1995
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8100-1433-7
  • Online ISBN 978-3-322-95785-6
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