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Der Dimorphismus der Wahrheit

Universalismus und Relativismus in der Rechtsphilosophie

  • Authors
  • Sibylle Tönnies

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 3-9
  2. Sibylle Tönnies
    Pages 11-16
  3. Sibylle Tönnies
    Pages 17-36
  4. Sibylle Tönnies
    Pages 37-50
  5. Sibylle Tönnies
    Pages 51-71
  6. Sibylle Tönnies
    Pages 73-86
  7. Sibylle Tönnies
    Pages 87-99
  8. Sibylle Tönnies
    Pages 101-131
  9. Sibylle Tönnies
    Pages 133-169
  10. Sibylle Tönnies
    Pages 171-178
  11. Sibylle Tönnies
    Pages 179-199
  12. Sibylle Tönnies
    Pages 201-213
  13. Sibylle Tönnies
    Pages 215-234
  14. Sibylle Tönnies
    Pages 235-243
  15. Sibylle Tönnies
    Pages 245-256
  16. Sibylle Tönnies
    Pages 257-281
  17. Sibylle Tönnies
    Pages 283-293
  18. Sibylle Tönnies
    Pages 295-308
  19. Back Matter
    Pages 309-316

About this book

Introduction

1. Bekanntlich ist das Leben selber bedroht; aber nur bei naiver Betrachtung ist die Wahrung der Lebensmöglichkeit selbstverständliche Aufgabe des Rechts. Nicht nur praktisches Unvermögen, sondern auch philosophische Haltung steht dem ent­ gegen. Die philosophische Betrachtung des Rechts teilt sich auf in eine solche, deren Gegenstand das geltende Recht ist, und eine solche, die sich mit einem mög­ lichst guten, richtigen Recht beschäftigt. Diese beiden Richtungen haben ihr Feld nicht aufgeteilt, sondern kämpfen um Terrain. Die erste, die wir Relativismus nennen, bestreitet der zweiten, die hier unter der Bezeichnung Universalismus oder dem alten Wort Naturrecht erscheint, den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und hat sich hiermit auch durchgesetzt. Es hat sich eine Hierarchie gebildet, nach der der kontextbezogene Relativismus stichhaltiger, abgesicherter, zuverlässiger ist als das universalistische Naturrecht Mit dieser Hierarchie wird der Einsatz des Rechts zugunsten der Lebenserhaltung behindert. Wir wollen dieser Rangordnung die Idee entgegensetzen, daß Relativismus und Universalismus zwei korrespondierende gei­ stige Gestalten sind, von denen die eine nicht ohne Schaden für das Ganze ver­ nachlässigt werden darf. Wir werden die beiden Auffassungen in zwei Hemi­ sphären des Geistes einordnen, die nur bei Ausgeglichenheit das Ganze repräsen­ tieren und deren einseitige Bevorzugung die notwendige Polarität ignoriert und ein Irrweg ist Wenn wir die eine Auffassung »Relativismus« nennen, könnten wir die zweite entsprechend als »Absolutismus« bezeichnen, was aber zu Mißverständnissen ein­ laden würde. Stattdessen werden wir von Universalismus sprechen - oder synonym das Wort Naturrecht benutzen, obwohl in diesem viele Unschärfen liegen.

Keywords

Diskriminierung Gesellschaft Kapital Kultur Macht Moderne Natur Naturrecht Philosophie Positivismus Postmoderne Rechtsphilosophie Subjektivität Systemtheorie Zukunft

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-93622-6
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1992
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12337-0
  • Online ISBN 978-3-322-93622-6
  • Buy this book on publisher's site
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