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Wirtschaftsinformatik & Management

, Volume 4, Issue 6, pp 3–3 | Cite as

Jobs, Jobs, Jobs …

Editorial
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Das Wahlkampfdauerbrennerthema „Arbeitsplätze“ betrifft die IT-Branche mit umgekehrtem Vorzeichen. Die Jobs sind da, es fehlen jedoch oft die qualifizierten Fachkräfte, um sie zu besetzen. Woran liegt das? Ein Grund ist, dass eine Hälfte der Bevölkerung so gut wie nie eine entsprechende Qualifikation anstrebt – Frauen sind in Informatikvorlesungen selten zu finden. Ein anderer ist, dass ein Wiedereinstieg in die IT besonders schwierig ist. Wer einmal den Anschluss verloren hat, dem fällt es sehr schwer, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

Hier schließt sich der dritte Grund für die Misere an. Viele Firmen wollen das Unmögliche. Experten für gerade in Mode gekommene Technologien mit 10 Jahren Berufserfahrung aber nicht älter als 25. Es ist in Unternehmen oft noch nicht angekommen, dass innerbetriebliche Qualifikation ein wichtiger Schlüssel dafür ist, passende Mitarbeiter zu bekommen. Ein Neuer muss nicht alles, was er in seinem Job künftig können muss gleich am ersten Tag beherrschen. Lernfähigkeit und Lernwille sind weitaus wichtiger. Insbesondere deshalb, weil Veränderung, neue Technologien und Herausforderungen in der IT zum Tagesgeschäft hören. Langfristig ist es deshalb für Unternehmen besser, besonders lernfähige Mitarbeiter zu haben, als Spezialisten, die ihr Biotop nicht verlassen wollen.

Herzlichst, Ihr Peter Pagel

Chefredakteur Peter Pagel

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