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Lightweight Design

, Volume 6, Issue 3, pp 9–9 | Cite as

Neues Schäumverfahren mit CO2 als Treibmittel für PUR-Formteile

Märkte/Unternehmen IKV
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Zur Herstellung von geschäumten Polyurethan-Formteilen entwickelt das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen eine neue Schäumtechnik. Sie soll den Einsatz von CO2 als Treibmittel ermöglichen.

Erste Untersuchungen zeigen nach Angaben der Aachener Wissenschaftler, dass das neue CO2-Schäumverfahren deutlich geringere Raumgewichte erzielt als dies bisher möglich war. Um ein kontrolliertes Aufschäumen des Reaktionsgemischs zu erreichen, werde in der Schäumform ein Gasgegendruck erzeugt. Dieser Werkzeuginnendruck, der über dem Dampfdruck des gelösten CO2 liegt, soll ein frühzeitiges Aufschäumen verhindern. Zeitpunkt und Geschwindigkeit des Aufschäumens ließen sich mit einer gezielten Reduktion des Innendrucks steuern. Auf diese Weise werde ein zu schnelles Aufschäumen und Kollabieren des Schaums unterbunden.

Die IKV-Forscher entwickelten für das neue Verfahren gemeinsam mit dem Ettenheimer Unternehmen PME Fluidtec ein abgedichtetes Werkzeug mit Ventiltechnik sowie eine entsprechende Prozesssteuerung. Darüber hinaus wurde die Hochdruck-Dosiermaschine HS500 der Firma Hennecke an die neue Prozesstechnik angepasst.

Das IKV hat die neue Technik bereits mit Erfolg in Betrieb genommen, heißt es. Bereits die Vorversuche sollen Weichschaumbauteile mit einer Dichte von rund 90 kg/m3 geliefert haben. Mit diesem Verfahren könne somit der Bereich der individuell einstellbaren mechanischen Eigenschaften des PUR-Schaums weiter vergrößert werden. Das mit CO2 geschäumte Material lasse sich weicher einstellen als chemisch geschäumtes. Zusätzlich reduziere es den Bedarf an Isocyanat, das für die herkömmliche chemische Schäumreaktion benötigt wird, und trage somit dazu bei, Kosten zu reduzieren.

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