adhäsion KLEBEN & DICHTEN

, Volume 57, Issue 1–2, pp 44–44 | Cite as

Plasmamodifizierung pulverförmiger Stoffe

Produkte
  • 10 Downloads

Neu auf dem Markt ist eine Niederdruck-Plasmaanlage, mit der sich Kunststoffpulver und -granulate im industriellen Maßstab modifizieren lassen. Bislang war die Plasmabehandlung von Schüttgütern wie Pulver nur im Labormaßstab mit Mengen bis zu 1 kg möglich.

Mit dieser von Diener electronic entwickelten Anlage kann das Pulver während des gesamten Prozesses in einem Trommelrezipienten kontinuierlich durchmischt werden. Durch die niedrigen Prozesstemperaturen von rund 30 °C ist die thermische Schädigung des Pulvers ausgeschlossen, sodass deren Grundeigenschaften unverändert bleiben. Die Einstellung der gewünschten Oberflächeneigenschaften wird durch die Variation der Prozessparameter gezielt gesteuert.

Durch die im Plasma wirksamen Sauerstoffgruppen eröffnen sich für Kunststoffverarbeiter neue Anwendungen. So lässt sich beispielsweise die Oberflächenenergie von Polyethylenpulver innerhalb weniger Minuten um das Zehnfache erhöhen. Mit solchen Additiven können sich Kunststoffverarbeiter zum Beispiel Gummi-Typen mit höherer Weiterreißfestigkeit erschließen oder poröse Filterelemente im Sinterprozess herstellen. Durch gezielte Wärmebehandlung verschmelzen die Oberflächen der einzelnen Polymerteilchen dabei an ihren Berührungspunkten und bilden so ein poröses Formteil. Die Oberfläche des Produktes bietet dann eine homogene Struktur.

Mittels der Plasmatechnologie behandelbar sind auch andere pulverförmige Stoffe wie etwa CNT (Carbon Nano Tubes), Metallpulver und Farbstoffe.

Weitere Infos: Diener electronic GmbH & Co. KG, http://info@plasma.de, www.plasma.de

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Personalised recommendations