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Controlling & Management Review

, Volume 58, Issue 9, pp 58–63 | Cite as

Hessens Weg von der Kameralistik zur Doppik

  • Martin-Josef Worms
Implementierung Hessen
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Als erstes deutsches Flächenbundesland hat Hessen den Schritt gewagt und die herkömmliche Kameralistik erfolgreich auf ein doppisches Rechnungswesen umgestellt. Damit entspricht das Land dem Trend, der sich durch Standardisierungsvorhaben in Europa abzeichnet. Das Projekt kann damit wegweisend für andere Bundesländer sein.

„Neue Verwaltungssteuerung“ (NVS) war das Schlagwort, mit dem Hessen Mitte der 1990er Jahre einen Paradigmenwechsel in der Haushaltswirtschaft einleitete. Unter diesem programmatischen Titel hatte das Land im Rahmen eines ganzheitlichen Reformansatzes auch sein überkommenes System des kameralen Rechnungswesens auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis war die Hinwendung zum doppischen Rechnungswesen. Die Entscheidung war folgerichtig, sind die Schwachstellen der Kameralistik doch allgemein bekannt: Sie bildet den Ressourcenverbrauch nur teilweise ab, sie stellt keine umfassenden Informationen zur Vermögenslage des Landes bereit und sie dokumentiert auch einen nur...

Literatur

  1. Schäfer, T. (2013): Die „Bilanz“ von der Bilanz: Ein Werkstattbericht zur Bilanzarbeit in Hessen, in: Wallmannn, W./ Nowak, K./ Mühlhausen, P./ Steingässer, K.-H. (Hrsg.): Moderne Finanzkontrolle und öffentliche Rechnungslegung, Denkschrift anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Manfred Eibelshäuser aus dem Amt des Präsidenten des Hessischen Rechnungshofs, Köln, S. 433–456.Google Scholar
  2. Worms, M. J./ Tegeler, E. (2010): Eröffnungsbilanz des Landes Hessen — Erfahrungen, Fragen, Perspektiven, in: Die öffentliche Verwaltung, 63 (13), S. 542–553.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Hessisches Ministerium der FinanzenWiesbadenDeutschland

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