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Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 1, pp 129–131 | Cite as

Verhandelte Immunitäten

  • Daniel BeckerEmail author
Rezension Epochenübergreifende Studien

Thießen, Malte: Immunisierte Gesellschaft. Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, 400 S., Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017.

Die jüngsten Diskussionen über Impfverweigerung und Impfgegnerschaft in deutschen Medien haben wieder vor Augen geführt, dass Immunität und Impfung auf einer Vielzahl von Ebenen diskutiert werden kann und muss. Zugleich altruistische Darbietung des eigenen Körpers zum Schutz der Gemeinschaft und Befriedigung eines egoistischen Sicherheitsbedürfnisses sowie Mittel populistischer Polemiken zur Durchsetzung politischer Zielvorstellungen und konkrete Hilfsmaßnahme im Verlauf medizinischer Bedrohungslagen. Selten – wenn überhaupt jemals –, so argumentiert Malte Thießen in seiner Habilitationsschrift „Immunisierte Gesellschaft. Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert“, hat sich eine Praxis wissenschaftlich-medizinischen Ursprungs derart multidimensional und unauflösbar auf eine Gesellschaft ausgewirkt wie das Impfen. Für Thießen liegt die...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.TübingenDeutschland

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