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Orthopädie und Unfallchirurgie

, Volume 8, Issue 2, pp 10–10 | Cite as

Ärztin gewinnt gegen Jameda

Aktuelles in Kürze

Eine Hautärztin hat sich erfolgreich gegen ihre — unentgeltliche — Präsentation im Arztsuch- und Bewertungsportal Jameda gewehrt (Aktenzeichen: VI ZR 30/17). Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied bereits am 23. Januar 2018 in ihrem Sinne, die BGH-Pressestelle gab am 20. Februar Details bekannt.

Zwar wurde 2014 entschieden, dass eine Speicherung von personenbezogenen Daten mit einer Bewertung der Ärzte durch Patienten generell zulässig ist (Aktenzeichen: VI ZR 358/13). Doch der Fall der Hautärztin liege anders, betonten die Richter. Mit „Premiumpaketen“, die zahlenden Ärzten Vorteile einräumen, verlasse Jameda die Position als „neutraler Informationsmittler“ und agiere als Anbieter von Werbung. Deshalb könne das Portal hier das Grundrecht der Meinungs- und Medienfreiheit nur „mit geringem Gewicht“ geltend machen gegenüber dem Recht der Ärztin auf Schutz ihrer personenbezogenen Daten.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • red
    • 1
  1. 1.

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