MTZ - Motortechnische Zeitschrift

, Volume 74, Issue 12, pp 992–992 | Cite as

FVV-Berichte

Forschung
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Fette mittels Radialwellendichtung zuverlässig abdichten

Radialwellendichtungen sind Dichtsysteme zur Abdichtung von Wellendurchführungen. Diese Dichtsysteme sind seit vielen Jahren im Einsatz und während dieses Zeitraums schrittweise auf die Abdichtung von ölen hin optimiert worden. Im Fall einer Abdichtung von Schmierfetten liegen keine abgesicherten Erkenntnisse über die Funktionsweise vor. Die sukzessive Weiterentwicklung von Schmierfetten und Wälzlagern lässt immer höhere Umfangsgeschwindigkeiten zu. Einen limitierenden Faktor stellen hierbei jedoch die am Markt verfügbaren Dichtsysteme dar. Aus den bei Fettschmierung stark veränderten Einsatzbedingungen resultieren schwerwiegende Probleme bei der Anwendung dieser Radialwellendichtungen. Reduzierte Einsatzgrenzen und Leckage sind die Folge.

Im Vorhaben wurde der Einfluss der Systemkomponenten des Dichtsystems Radialwellendichtung auf dessen Betriebsverhalten systematisch untersucht. Hierzu wurden Untersuchungen an einem eigens entwickelten Ring-Scheibe-Versuchsaufbau durchgeführt. Die Versuchsdurchführung erfolgte an einem Rotationstribometer. Untersucht wurde der Einfluss der Gegenlauffläche, des Schmierfetts, des Dichtelements, der Drehzahl, der Bewegungsrichtung sowie der Anpressung. Die mit dem Ring-Scheibe-Versuchsaufbau erzielten Ergebnisse wurden dann am realen System Radialwellendichtung verifiziert. Das Vorhaben wurde aus Mitteln des BMWi über die AiF (16090 N) finanziert.

Lithiumseifenverdicker

Forschungsstelle: Institut für Maschinenelemente (IMA), Universität Stuttgart

Obmann: Dipl.-Ing. Stefan Schmuker, RHV Technik

Simulation der ottomotorischen Zyklenschwankungen

In dieser Arbeit wird ein phänomenologischer Modellansatz vorgestellt, mit dem es möglich ist, die ottomotorischen Zyklenschwankungen unter Verwendung eines quasidimensionalen Verbrennungsmodells im Rahmen einer realen Arbeitsprozessrechnung abzubilden. Neben der korrekten Wiedergabe des Zyklenschwankungsniveaus stehen hierbei vor allem ein geringer Rechenaufwand und eine einfache Handhabung im Vordergrund der Bemühungen.

Die im Zuge der Untersuchungen ermittelten Haupteinflüsse auf die Zyklenschwankungen — der Grad der Ladungsverdünnung und die Lage der Verbrennung — werden über zwei voneinander getrennte Modellparametervariationen abgebildet. Zur Modellentwicklung werden vier Versuchsträger herangezogen, welche durch die Vielfalt ihrer Messdatenbereiche (Teillast/Volllast, komplettes Kennfeld) und Betriebskonzepte (Magerbetrieb, hochaufgeladener Downsizing-Betrieb, interne AGR, Ventilhub- und Steuerzeitenvariationen) eine äußerst umfangreiche Ausgangsbasis darstellen.

Insgesamt stehen somit mehr als 1300 Betriebspunkte zur Verfügung. Die Belastbarkeit des Modells wird abschließend durch Validierungsrechnungen anhand drei weiterer Versuchsträger belegt, deren Messdaten nicht in die Modellentwicklung einfließen. Unter Verwendung des validierten Modells können dann die Auswirkungen der zyklischen Verbrennungsschwankungen auf die Klopfsimulation untersucht werden. Das Vorhaben wurde mit FVV-Eigenmitteln finanziert.

Forschungsstelle: Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK), Universität Stuttgart

Obmann: Dipl.-Ing. Sascha Rossa, Daimler AG

Notes

Forschungsvereinigung Verbrennungskraft- maschinen e.V.

Die FVV wurde 1956 gegründet und hat sich zum weltweit einmaligen Netzwerk der Motoren- und Turbomaschinenforschung entwickelt. Sie treibt die gemeinsame, vorwettbewerbliche Forschung in der Branche voran und bringt Industrieexperten und Wissenschaftler an einen Tisch, um die Wirkungsgrade und Emissionswerte von Motoren und Turbinen kontinuierlich zu verbessern — zum Vorteil von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Außerdem fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mitglieder sind kleine, mittlere und große Unternehmen der Branche: Automobilunternehmen, Motoren- und Turbinenhersteller sowie deren Zulieferer.

Kontakt:

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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