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MTZ - Motortechnische Zeitschrift

, Volume 73, Issue 6, pp 468–468 | Cite as

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MERCEDES-BENZ hat Mitte März erstmals seine völlig neu entwickelte Generation von MEDIUM-DUTY-MOTOREN mit der Serienbezeichnung OM 93x präsentiert. Die Motorvarianten OM 934 und OM 936 mit vier und sechs Zylindern sowie 5,1 beziehungsweise 7,7 l Hubraum decken eine Leistungsspanne von 115 kW bis 260 kW ab. Eine der technischen Besonderheiten ist die verstellbare Nockenwelle. Die beiden Triebwerke lösen langfristig die Motoren der Baureihe 900 ab, die 1996 vorgestellt wurde. Sämtliche Ableger der neuen Motorengeneration erfüllen die künftige Abgasstufe Euro VI.

VOLKSWAGEN hat seine erst im Dezember 2011 präsentierte Konzeptstudie CROSS COUPè nochmals überarbeitet und den Verbrauch weiter gesenkt. Die neue Studie wird von einem Turbodieselantrieb mit Direkteinspritzung und zwei Elektromotoren angetrieben. Den Durchschnittsverbrauch im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) beziffert der Konzern mit 1,8 l/100 km. Dieser Wert entspricht einer CO2-Emission von nur 46 g/km.

TOYOTA setzt auch künftig auf das Nebeneinander von verschiedenen ANTRIEBS-VARIANTEN. Als universelle Technik dafür sieht das Unternehmen die Vollhybridtechnik Hybrid Synergy Drive. Mit ihr lassen sich sowohl Plug-in-Hybridfahrzeuge als auch Elektroautos und Brennstoffzellen-Fahrzeuge realisieren. Während das erste Plug-in-Hybridfahrzeug von Toyota bereits im Herbst 2012 in Serie gehen wird, arbeiten die Japaner noch an der Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnik und planen, diese 2015 auf den Markt zu bringen.

ENVIA Systems hat nach eigenen Angaben die nächste Generation von LITHIUM-IONEN-BATTERIEN entwickelt. Die Energiedichte der neuen Batteriezelle soll bei rund 400 Wh/kg liegen. Die Kapazität einer Zelle wird mit 46 Ah angegeben. Neben der im Vergleich zu aktuellen Lithium-Ionen-Batterien um etwa 160% gesteigerten Energiedichte soll das neue Akkumodul deutlich kostengünstiger sein und somit den Preis für ein Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von rund 500 km um über die Hälfte reduzieren.

Die LEIBER GROUP hat einen hybridgeschmiedeten LEICHTBAU-ANTRIEBSFLANSCH entwickelt. Rund 47% soll er durch die Kombination von Aluminium und Stahl weniger wiegen, was gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Bauteil einer Reduzierung von 1,1 kg entspricht. Statt das Verbundbauteil zu nieten, zu schweißen oder zu kleben, wie bei klassischen Mischbauteilen üblich, werden die Aluminium- und Stahlkomponenten über einen Schmiedeprozess verbunden. Dadurch entsteht ein hochfestes Bauteil, das mehr als 4000 Nm standhalten soll.

BASF rüstet Motoren von Volkswagen mit THERMOSTATGEHÄUSEN aus Polyamid aus. Die Fertigung des Gehäuses übernimmt die Veritas AG für das VW-Motorenwerk in Salzgitter. Im Vergleich zu Aluminium ergibt sich durch den Kunststoff mit der Handelsbezeichnung Ultramid A3WG6 HRX ein Gewichts- und Kostenvorteil, so BASF: Der Kunststoff muss nicht nachbearbeitet werden, und die gewünschte Maßhaltigkeit, vor allem der Dichtflächen, ist deutlich leichter zu erreichen. Stutzen, Halter, Ventilsitze und andere Funktionen sollen sich im Spritzguss leicht in das Bauteil integrieren lassen.

Das Zentrum für SONNENENERGIE- UND WASSERSTOFFFORSCHUNG hat eine neue HOCHLEISTUNGSBRENNSTOFFZELLE entwickelt. Durch Optimierung der Bipolarplatten — die in diesem Fall aus einem Kohlenstoff-Kunststoff-Composite bestehen, aber auch metallisch sein könnten — und einer Dichtungstechnik mit fortschrittlichen Elektroden konnte ein Brennstoffzellen-Stack mit einer Leistungsdichte von mehr als 3500 W/l aufgebaut werden. Das Gewicht der Zelle benennt das Institut mit circa 180 g. Der Stack soll den strengen Anforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich Temperatur und Druck entsprechen.

4,2l Diesel/100km, 109 g CO2/km: Mit diesen Verbrauchswerten schickt MERCEDES-BENZ den neuen E 300 BLUETEC HYBRID an den Start. Unter der Haube des neuen Hybridmodells arbeitet ein Vierzylinder-Dieselmotor mit 150 kW Leistung und 500 Nm Drehmoment. Der Elektromotor verfügt über 20 kW Leistung und 250 Nm Drehmoment. Die Hybridantriebseinheit basiert auf dem Automatikgetriebe 7G-Tronic Plus. Neu ist der Entfall des hydraulischen Drehmomentwandlers, hinzugekommen ist eine nasse Anfahrkupplung.

BAYER hat eine besonders leichte MOTOREINHAUSUNG aus Polyurethan für Diesel-Personenzüge vorgestellt. Dazu hat das Unternehmen ein Sandwichmaterial entwickelt, das 35% leichter und 30% kostengünstiger als das Gegenstück aus Stahl und Aluminium sein soll. Die Einhausung befindet sich im Zug unterhalb der Fahrgastzelle und oberhalb der Schienen. Dort muss sie den Motor vor Steinschlag schützen und ein mögliches Auslaufen von Öl verhindern. Die größte Herausforderung ist jedoch die Einhaltung der strengen Brandschutzvorschriften gemäß der europäischen Norm CEN/TS 45545.

Bei STEYR MOTORS steht derzeit ein neuer BIODIESEL-RANGE-EXTENDER für Elektrofahrzeuge auf dem Prüfstand. Der Zweizylindermotor in Leichtbauweise basiert auf dem M1-Konzept (Monoblockmotor von Steyr Motors). Er wird mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben. Durch die horizontale (optional vertikale) Anordnung der Kolben wird eine niedrige beziehungsweise schmale Bauweise möglich. Ausgelegt ist die Range-Extender-Applikation auf eine Reichweitenverlängerung von bis zu 250 km.

PININFARINA hat seine neue Plug-in- Hybridstudie Cambiano mit einer MIKROTURBINE als Range Extender ausgerüstet. Für den Antrieb sorgen vier Elektromotoren von Magneti Marelli. Jeder Motor stellt eine Leistung von 60 kW zur Verfügung, kurzfristig sind auch 150 kW möglich. Das maximale Drehmoment beträgt 640 Nm. Die Range-Extender-Mikroturbine liefert Bladon Jets zu. Sie leistet 50 kW und wird mit Dieselkraftstoff betrieben, kann aber auch für andere Kraftstoffe ausgelegt werden. Die Turbine wiegt 40 kg und erfüllt laut Pininfarina die Euro-6-Abgasnorm.

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