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Gastro-News

, Volume 5, Issue 3, pp 24–26 | Cite as

Darmkrebsfrüherkennung

Geringe Ausbeute der Routinebiopsie bei CED

  • Hermann S. Füeßl
journal club
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Fragestellung: Sind Routinebiopsien unauffälliger Schleimhaut bei Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn (MC) sinnvoll?

Hintergrund: Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) haben ein erhöhtes Risiko für kolorektale Karzinome (CRC). Die Sequenz chronische Entzündung — Dysplasie — Karzinom läuft in flachen Mukosaarealen ab, sodass Leitlinien zwei bis vier Routinebiopsien auch aus endoskopisch intakter Schleimhaut in Abständen von 10 cm zusätzlich zu allen verdächtigen Bezirken empfehlen. In den meisten Untersuchungen lag die Detektionsrate deutlich < 10 %, sodass sich die Frage erhebt, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht.

Patienten und Methodik:Von 1.058 Patienten mit lange bestehender CU oder MC wurden 1.000 (2009 bis 2011) nach einer Überwachungskoloskopie in 14 gastroenterologischen Zentren in Frankreich in einer prospektiven multizentrischen Kohortenstudie weiter nachuntersucht. Die Erstdiagnose beider Erkrankungen sollte vor über acht Jahren erfolgt...

Literatur

  1. Moussata D et al. Are random biopsies still useful for the detection of neoplasia in patients with IBD undergoing surveillance colonoscopy with chromoendoscopy? Gut 2018;67:616–24PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Gastroenterologe Privatpraxis für Integrative Innere MedizinMünchenDeutschland

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