Gastro-News

, Volume 5, Issue 1, pp 49–49 | Cite as

Gastrointestinale Tumoren

Checkpoint-Inhibitor wirksam bei CCR und Magenkarzinom

  • Thomas Riedel
infopharm
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Neue Entwicklungen wie die Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie geben Hoffnung auf die erfolgreiche Verwendung auch beim kolorektalen (CRC) und dem Magenkarzinom.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Identifizierung von CRC-Patienten erforderlich, die auf verschiedene Formen der Immuntherapie ansprechen. In Fokus stehen dabei MMR(Mismatch-Reparatur)-defiziente/MSI-H (Microsatellite Instable Status high)-Tumore, die hypermutiert und mit erhöhten Spiegeln von Tumor-Neoantigenen und tumorinfiltrierenden Lymphozyten assoziiert sind, die die Expression von Checkpoint-Regulatoren in Immunzellen regulieren, einschließlich dem programmierten Zelltodprotein 1 (PD-1) und PD-L1. Nivolumab ist ein immunstimulierender monoklonaler Antikörper und indirekter antitumoraler Wirkstoff, der zur Behandlung verschiedener schwerer Krebserkrankungen eingesetzt wird (Lungenkrebs, Melanom, Nierenzellkarzinom). Er bindet an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen und hemmt die Interaktion mit den Liganden PD-L1 und PD-L2 auf Krebszellen. Bei Patienten mit metastasiertem CRC, deren Tumoren Mikrosatelliteninstabilität-hoch ist (MSI-H), wurde in der CheckMate-142-Studie die Wirksamkeit von Nivolumab als Monotherapie und die Kombination von Nivolumab plus Ipilimumab (Yervoy®) untersucht. Nach den Ergebnissen der Interimsanalyse der CheckMate-142-Studie [Overmann et al. ASCO 2016 #3501] hatten von den Patienten, die den Einzelwirkstoff erhielten nach 72 Wochen 25,5 % partielle Remissionen und 29,8 % eine stabile Erkrankung, bei einer Krankheitskontrollrate (Disease Control Rate DCR) von 55 %. Unter der Kombinationstherapie ergaben sich zu 33,3 % partielle Remissionen, zu 51,9 % eine stabile Erkrankung und eine Krankheitskontrollrate von 85 %, erklärte Prof. Thomas Seufferlein, Universitätsklinikum Ulm. Bei CRC-Patienten mit MSI-H kann ein dauerhaftes Ansprechen sowohl durch die Monotherapie mit Nivolumab, in verstärktem Maße aber auch durch die Kombination von Nivolumab plus Ipilimumab erreicht werden, resümierte Seufferlein.

Auch bei der Immuntherapie des Magenkarzinoms gibt es positive Daten für Nivolumab, erklärte Prof. Markus Möhler, Universitätsmedizin Mainz. In einer Studie (ONO 12) erhielten Patienten (Asiaten) mit nicht resezierbarem fortgeschrittenen oder rezidiviertem Magen- oder Übergangskarzinom Nivolumab oder Placebo. Im Vergleich zu Placebo hatten Patienten nach zwölf Monaten unter Nivolumab (Opdivo®) einen zusätzlichen Überlebensvorteil von 12% auf 27 % bei einer Risikoreduktion von 38 % (HR 0,62, p < 0,0001) [Kang YK et al. ASCO GI 2017/Boku N et al. ESMO 2107], betonte Möhler.

Literatur

  1. Satellitensymposium „Immunonkologie - die neue Therapieoption bei Gastrointestinalen Tumoren?“, Viszeralmedizin 2017, 15.9.2017, Dresden Veranstalter: Bristol-Myers SquibbGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Thomas Riedel
    • 1
  1. 1.

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