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Gastro-News

, Volume 5, Issue 2, pp 60–60 | Cite as

Moderate bis schwere Colitis ulcerosa

JAK-Hemmung: signifikante Verbesserung der Symptome ab Tag 3

  • Beate Fessler
infopharm

Der (JAK)-Inhibitor Tofacitinib hat bei moderater bis schwerer Colitis ulcerosa im klinischen Phase-III-Studienprogramme OCTAVE (Oral Clinical Trials for tofAcitinib in ulceratiVE colitis) mit Blick auf Remissionsinduktion und -erhalt überzeugt. Aktuelle Daten, präsentiert auf dem diesjährigen ECCO(Euro-pean Crohn’s and Colitis Organisation)-Kongress, zeigen nun auch eine rasche Symptomverbesserung.

In einer Post-hoc-Analyse der OCTAVE-Induktionsstudien 1&2 [Hanauer S et al. Presentation No DOP024] wurde der Effekt der Induktionstherapie mit Tofacitinib (Xeljanz®) auf die Symptomatik bei moderater bis schwerer Colitis ulcerosa anhand der beiden Mayo-Subscores „Stuhlfrequenz“ und „rektale Blutungen“ evaluiert. Die Symptome waren von den Patienten in den ersten 15 Tagen nach Therapiebeginn täglich in einem Patiententagebuch erfasst worden. Bereits ab Tag 3 zeigte ein im Vergleich zu Placebo signifikant größerer Anteil von Patienten unter Tofacitinib BID eine Reduktion in den Subscores „Stuhlfrequenz“ und „rektale Blutung“ ≥1 vom Ausgangswert (p < 0,01 vs. Placebo). Die rasche Wirksamkeit war dabei unabhängig davon, ob die Patienten ein TNFα-Inibitor-Versagen hatten oder nicht. Auch der CRP-Spiegel (≤6 mg/L vs. > 6 mg/L) sowie die Anwendung von Steroiden zu Beginn der Induktion waren nicht relevant. Dr. Marc Ferrante, Leuven (Belgien), betonte neben der raschen gleichzeitig auch die anhaltende Wirkung des JAK-Inhibitors. So waren nach 52 Wochen unter Tofacitinib 40,6 % der Patienten in Remission gegenüber 11,1 % unter Placebo — ein signifikanter Unterschied (p < 0,001) [Sandborn WJ et al. N Engl J Med 2017; 376:1723–36].

Einfach schlucken

Die Vorteile von JAK-Inhibitoren gegenüber Biologika liegen auf der Hand: Als „small molecules“ können sie oral eingenommen werden und sie wirken nicht immunogen, sprich, das Immunsystem des Patienten entwickelt keine Antikörper, die die Wirkung beeinträchtigen könnten. Angesichts der nicht geringen Zahl an Patienten mit Primär- und Sekundärversagen auf Biologika sind neue Wirkstoffklassen wie die JAK-Inhibitoren zudem eine wertvolle Ergänzung der breiten Palette an Substanzen gegen chronisch entzündliche Erkrankungen.

Literatur

  1. Satellitensymposium „Maximising Outcomes in UC care: Both today and tomorrow“, auf dem 13. Kongress der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO), 15.2.2018, Wien Veranstalter: Pfizer Deutschland GmbHGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Beate Fessler
    • 1
  1. 1.

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