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Gastro-News

, Volume 5, Issue 2, pp 54–54 | Cite as

Checkpointblockade beim mCRC

  • Silke Wedekind
aktuell
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Etwa 4 % der Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) weisen einen Defekt der DNA-Mismatch-Reparatur (MMR-Defekt) auf, der zu einer hohen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) führt. Diese Patienten profitieren mit geringerer Wahrscheinlichkeit von einer konventionellen Chemotherapie als Patienten, bei denen die MMR intakt ist oder die Mikrosatelliten stabil sind.

In der offenen Phase-II-Mehrkohortenstudie Checkmate-142 wird Nivolumab als Monotherapie oder in Kombination mit Ipilimumab zur Behandlung von vortherapierten Patienten mit mCRC mit sowie ohne MMR-Defekt oder MSI-H untersucht. Unter Nivolumab allein wurde unter anderem ein stabiles Ansprechen (objektive Ansprechrate [ORR] 31 %) bei Patienten mit MMR-Defekt/MSI-H beobachtet [Overman MJ et al. Lancet Oncol. 2017;18(9):1182–91].

Eine Interimsanalyse der Daten von 84 vortherapierten Patienten mit MMR-Defekt/MSI-H und mindestens sechsmonatigem Follow-up aus der Gruppe mit Kombinationstherapie hatte eine vom Prüfarzt beurteilte ORR (primärer Endpunkt) von 54,8 % ergeben [André T et al. J Clin Oncol. 2017;35(Suppl): Abstr 3531]. Thierry André, Paris, Frankreich, stellte jetzt die Ergebnisse für die gesamte Population (n = 119) dieser Kohorte vor [André T et al. J Clin Oncol. 2018; 36(Suppl 4S):Abstr 553]. Nach median 13,4 Monaten betrug die ORR 54,7 % und die Krankheitskontrollrate 80 %. „Der Median für die Dauer des Ansprechens war noch nicht erreicht, und 94 % der Patienten sprachen zum Zeitpunkt der Datenauswertung noch auf die Kombinationstherapie an“, ergänzte André.

Bemerkenswert waren auch die Ergebnisse für das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben: Der Median für das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben waren innerhalb der Follow-up-Dauer noch nicht erreicht. „Gegenüber der Monotherapie mit Nivolumab bedeutet dies einen klaren Vorteil in diesen beiden Endpunkten“, so André. Zudem konnten relevante Verbesserungen hinsichtlich der Lebensqualität beobachtet werden.

Neue Sicherheitssignale wurden unter der Kombinationstherapie nicht beobachtet, unerwünschte behandlungsbedingte Ereignisse vom Grad 3/4 traten bei 32 % der Patienten auf.

Literatur

  1. Gastrointestinal Cancers Symposium, 18.–20.1.2018, San Francisco, CA/USAGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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