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Gastro-News

, Volume 5, Issue 2, pp 52–52 | Cite as

VEGFR-2-Hemmer beim Magenkarzinom: Enttäuschende Daten in der Erstlinie

  • Silke Wedekind
aktuell
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Die Hemmung der Neoangiogenese mit dem VEGFR-2-Antikörper Ramucirumab erschien als vielversprechendes Konzept in der Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens und des ösophagogastralen Übergangs (AEG). Geprüft wurde der Ansatz in der randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Doppelblindstudie RAINFALL [Fuchs CS et al. J Clin Oncol. 2018;36(Suppl 4S):Abstr 5]. 645 therapienaive Patienten mit HER2-negativem, metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des AEG erhielten randomisiert Ramucirumab plus Cisplatin/Capecitabin bzw. 5-Fluorouracil (n = 326) oder die Chemotherapie allein (n = 319) bis zur Krankheitsprogression oder zum Auftreten einer intolerablen Toxizität.

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt — eine signifikante Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) — für Ramucirumab in Kombination mit der Chemotherapie gegenüber der Chemotherapie (5,72 vs. 5,39 Monate; Hazard Ratio [HR] 0,75; 95%-Konfidenzintervall [95%-KI] 0,61–0,94; p = 0,011). Dieser PFS-Vorteil wurde in praktisch allen Patientensubgruppen beobachtet. Neue bzw. unerwartete Sicherheitssignale traten unter der Therapie mit Ramucirumab nicht auf. Die Reduktion des Progressions- und Todesfallrisikos übersetzte sich jedoch nicht in einen Überlebensvorteil (medianes Gesamtüberleben 11,17 vs. 10,74 Monate; HR 0,96; 95%-KI 0,80–1,16; p = 0,68). Auch gab es keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Gesamtansprechrate und der Krankheitskontrollrate. Die Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass der VEGF-Signalweg offenbar erst in der Zweitlinie prognoserelevant wird.

Literatur

  1. Bericht vom Gastrointestinal Cancers Symposium vom 18.–20. Januar 2018 in San Francisco, CA/USAGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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