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Gastro-News

, Volume 5, Issue 2, pp 52–52 | Cite as

ASCO-GI 2018 in San Francisco

Neue Tumortherapien auf dem Prüfstand

  • Silke Wedekind
aktuell
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Vom 18. bis 20. Januar 2018 fand in San Francisco das jährliche Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GI) statt. Neben Studien zu relevanten Tumorentitäten wie dem Magenkarzinom und HCC sowie der Bedeutung der primären Tumorlokalisation für die Prognose beim mCRC war die Beurteilung der Wertigkeit der Immuncheckpointblockade bei der Therapie von MSI-H-Patienten beim mCRC eines der Top-Themen.

© filipk / iStock

Primäre Tumorlokalisation beeinflusst auch krankheitsfreies Überleben beim mCRC

Ob Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und rechts lokalisiertem Primarius im Hinblick auf das krankheitsfreie Überleben (DFS) eine schlechtere Prognose haben, wurde anhand von Daten der SCOT-Studie untersucht.

Die Multicenterstudie SCOT (Short Course Oncology Treatment) [Iveson T et al. J Clin Oncol. 2017;35(Suppl): Abstr 3502] war Teil der IDEA(International Duration Evaluation of Adjuvant chemotherapy)-Studieninitiative, in der geprüft wurde, ob der bisherige Behandlungsstandard bei CRC-Patienten im UICC(Union for International Cancer Control)-Stadium III (die sechsmonatige adjuvante, Oxaliplatin-basierte Chemotherapie) ohne Wirksamkeitsverlust auf drei Monate verkürzt werden kann. 6.088 Patienten mit Kolon- und Rektumkarzinomen im Stadium III beziehungsweise im Hochrisikostadium II nahmen an der Untersuchung teil. Für diese Patientengruppe konnte die Nichtunterlegenheit der drei- im Vergleich zur sechsmonatigen Therapie nachgewiesen werden (3-Jahres-DFS-Rate: 76,7 % vs. 77,1 %, Hazard Ratio [HR] 1,0006, 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 0,909–1,114; p = 0,012).

Nachdem die entsprechenden Informationen über die Lokalisation der Tumoren von 3.219 Patienten vorlagen, wurden die Daten erneut analysiert [Saunders MP et al. J Clin Oncol. 2018; 36(Suppl 4S):Abstr 558]. „Nun zeigte sich, dass Patienten mit rechtsseitigem Primärtumor ein signifikant schlechteres 3-Jahres-DFS hatten als Patienten mit linksseitigem Tumor“, berichtete Mark P. Saunders, Manchester, Großbritannien (73 vs. 80 %, HR 1,401; 95 %-KI 1,216–1,615; p < 0,0001). Nach Adjustierung für das T- und N-Stadium reduzierte sich die HR auf 1,215, blieb aber signifikant (95%-KI 1,051–1,404; p = 0,009). Auf das Ergebnis des Wirksamkeitsvergleichs zwischen der drei- und der sechsmonatigen adjuvanten Chemotherapie hatte die Tumorlokalisation keinen Einfluss.

Literatur

  1. GI-Cancers Symposium, 18.–20.1.2018, San Francisco, CA/USAGoogle Scholar

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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