Im Focus Onkologie

, Volume 21, Issue 5, pp 58–58 | Cite as

Gallengangskarzinom: Operation verlängert das Überleben

  • Christian Behrend
Gastroonkologie Literatur kompakt
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Patienten mit lymphknotenpositivem Gallengangkrebs haben die besten Ergebnisse, wenn sie operiert wurden und die Resektionsränder negativ sind. Zudem profitieren Patienten mit Gallenblasenkarzinomen unabhängig vom Status der Resektionsränder von einer adjuvanten Chemoradiotherapie.

Dies ist das Ergebnis einer retrospektiven Kohortenstudie von Patienten mit Gallenblasenkarzinom (GBC) im Stadium T1–T3N1M0 oder einem intrahepatischen Cholangiokarzinom (IHC). Das mittlere Gesamtüberleben der 2.344 Patienten aus der National Cancer Database wurde jeweils durch eine Operation günstig beeinflusst: Verglichen mit einer nichtoperativen Therapie führte die Operation — ob sie nun durch eine adjuvante Therapie (AT) ergänzt wurde oder nicht — zu einem niedrigeren Sterberisiko durch GBC oder IHC.

Wenn die AT eine Bestrahlung umfasste, war das Risiko zu sterben unter GBC-Patienten sogar unabhängig vom Status der Operationsränder erniedrigt (negative Ränder: Hazard Ratio [HR] 0,66; positive Ränder: HR 0,54); dies galt nicht für eine reine adjuvante Chemotherapie. Für IHC-Patienten zeigte sich dagegen unabhängig vom Status der Resektionsränder kein statistisch signifikanter Überlebensvorteil durch eine adjuvante Chemotherapie mit oder ohne Bestrahlung.

Fazit: Eine Operation senkt bei Patienten mit Gallenblasenkarzinom oder intrahepatischem Cholangikarzinom das Risiko zu sterben.

Literatur

  1. Tran Cao HS et al. The Role of Surgery and Adjuvant Therapy in Lymph Node-Positive Cancers of the Gallbladder and Intrahepatic Bile Ducts. Cancer. 2018;124(1):74–83.CrossRefGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Christian Behrend
    • 1
  1. 1.

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