Im Focus Onkologie

, Volume 20, Issue 6, pp 63–63 | Cite as

Wer ist … Rebekka Schneider-Kramann?

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Menschen,Ideen,Perspektiven
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Die wissenschaftlich-medizinische Arbeit von PD Dr. med. Rebekka Schneider-Kramann ist im besten Sinne grenzüberschreitend: Einerseits ist Schneider-Kramann in zwei Ländern tätig. In den Niederlanden arbeitet sie als „Associate Professor of Medicine“ an der Klinik für Hämatologie des Erasmus University Medical Center in Rotterdam; in Deutschland leitet sie am Universitätsklinikum Aachen eine eigene Arbeitsgruppe innerhalb der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation. Andererseits: Schneider-Kramann transzendiert auch fachliche Grenzen. Ihre Forschung zum myelodysplastischen Syndrom vereinigt Erkenntnisse und Methoden aus den Disziplinen Pathologie, Hämatologie und Onkologie. Für diese bekam sie 2016 den Artur-Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Eine Grenze möchte sie noch überwinden: die zwischen Labor und Klinik. Dabei hilft ihr u. a. ihr Mann: Mit ihm zusammen hat sie gerade Forschungsergebnisse zur Pathogenese der Knochenmarkfibrose publiziert — und daraus auch mögliche therapeutische Targets abgeleitet.

1 Wie beginnen Sie Ihren Tag?

Schneider-Kramann: Ich stehe gerne früh auf und frühstücke mit meinem Mann bevor wir beide in die Klinik fahren. Ich bin besonders produktiv in den frühen ersten Stunden des Tages.

2 Was treibt Sie an?

Schneider-Kramann: Eine große Neugier und Freude, Neues zu lernen. Gerade als Pathologin fasziniert mich die Korrelation von Veränderungen, die wir unter dem Mikroskop erkennen können, und molekularbiologischen Befunden, die wir im Labor erheben. Das kann uns helfen, eine Diagnose zu stellen — und mehr über die Entstehung von Erkrankungen zu lernen.

3 Als Kind wollten Sie …?

Schneider-Kramann: ... schon immer Ärztin werden. Gerade von Mikroskopen war ich besonders beeindruckt.

4 Was beeindruckt Sie an anderen Menschen?

Schneider-Kramann: Ich mag Menschen, die Lebensfreude ausstrahlen, ehrlich, offen und zielstrebig sind und, ganz wichtig, Humor haben — auch wenn nicht alles läuft, wie geplant.

5 Worauf sind Sie besonders stolz?

Schneider-Kramann: Ich würde nicht stolz sagen, sondern glücklich. Ich bin glücklich, dass ich einen Mann habe, der meine Freude an der Forschung teilt, der mich in meinen Vorhaben unterstützt und mit dem ich einfach auch nur abschalten kann.

6 Was möchten Sie noch erreichen?

Schneider-Kramann: Ich habe noch eine lange Liste von Zielen. Ein großer Traum ist aber definitiv: die Erkenntnisse aus dem Labor für Patienten in der Praxis gewinnbringend umzusetzen.

7 Was war Ihre wichtigste Entscheidung?

Schneider-Kramann: Eine meiner wichtigsten Entscheidungen war ein gemeinsamer Forschungsaufenthalt mit meinem Mann in Boston, MA/USA. Dabei habe ich viel gelernt. Aber auch persönlich war es bereichernd, für fast vier Jahre in einem anderen Land zu leben, neue Freunde auf der ganzen Welt zu gewinnen und auch ein komplett anderes Gesundheitssystem kennenzulernen.

8 Wie halten Sie Balance in Ihrem Leben?

Schneider-Kramann: Durch meine Familie, Sport, Reisen (besonders gerne Wandern), Kochen und — seit neuestem — Gartenarbeit.

9 Wie beenden Sie Ihren Tag?

Schneider-Kramann: Häufig mit Sport und dann einem Abendessen mit meinem Mann. Wir tauschen uns über unseren Tag und politische Ereignisse aus. Danach lassen wir den Abend noch auf der Couch ausklingen.

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