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Pädiatrie

, Volume 31, Issue 3, pp 3–3 | Cite as

Künstliche Befruchtung

Ist IVF mit Lebertumoren assoziiert?

  • Springer Medizin
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© Dmytro Sukharevskyy / Fotolia

Für den ein oder anderen mag es vielleicht etwas irritierend klingen, aber die Zahl der durch In-vitro-Fertilisation (IVF) gezeugten Kinder ist mittlerweile enorm groß und steigt weltweit an. Laut des German IVF-Registry wurden im Jahr 2017 knapp 70.000 Frauen mittels assistierter Reproduktion behandelt und seit 1997 wurden in Deutschland laut Datenbank rund 300.000 Kinder geboren.

Inzwischen wissen wir auch, dass IVF mit einzelnen Fehlbildungen und „imprinting disorders“ assoziiert ist. Es kann zu frühen Gefäßveränderungen mit Hypertoniefolge kommen. Nun wurde aktuell in einer retrospektiven populationsbasierten Kohortenstudie das Krebsrisiko für Kinder nach IVF in den USA untersucht, in die 275.686 IVF-Kinder und eine Kontrollgruppe von 2.266.847 Kinder nach natürlicher Befruchtung randomisiert wurden [Spector LG et al. JAMA Pediatr 2019:e190392].

In der IVF-Gruppe fand sich eine isolierte Erhöhung der Rate an Lebertumoren, dies völlig unabhängig von IVF-Modalitäten, wohingegen die Häufigkeit anderer Tumorarten nicht zwischen beiden Gruppen differierte. Möglicherweise kommt der Unfruchtbarkeit eine größere Rolle für die erhöhte Lebertumorrate zu als der IVF. Allerdings bleiben viele Fragen für die Zukunft offen: Wie verhält es sich mit Alterungsvorgängen nach IVF und mit der eigenen Fruchtbarkeit dieser Kinder?

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Authors and Affiliations

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