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pädiatrie hautnah

, Volume 24, Issue 4, pp 253–253 | Cite as

Anaphylaxie: viele Eltern zu lax

  • Elke Oberhofer
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Unachtsamkeit von Eltern oder Betreuern spielt bei Nahrungsmittelallergien im Babyalter eine große Rolle. In einer US-amerikanischen Studie mit über 500 Kindern im Alter zwischen drei und 15 Monaten hatten sich 90 % der allergischen Reaktionen ereignet, weil jemand geschludert hatte. Entweder hatten die Eltern nicht gemerkt, was ihr Kind in den Mund steckt, oder sie hatten Etiketten von Nahrungsmittelverpackungen nicht genau gelesen. In etwa der Hälfte aller Fälle waren andere Personen, zum Beispiel die Großeltern, im Spiel.

Vielfach hatten die Eltern selbst einfach vergessen, dass der Sprössling auf ein bestimmtes Lebensmittel „reagiert“ — obwohl sie im Vorfeld ausführlich aufgeklärt waren. Bei jedem zehnten der insgesamt 1.200 Allergiefälle gaben die Eltern oder Betreuer zu, dem Kind das auslösende Nahrungsmittel bewusst gegeben zu haben. Sie wollten möglicherweise die „verbotene“ Speise wieder einführen, ohne jedoch vorher mit einem Arzt gesprochen zu haben. Jede zehnte allergische Reaktion war eine Anaphylaxie, aber nur in jedem dritten Fall wurde Adrenalin verabreicht, vor allem weil die Gefahr nicht erkannt wurde.

Literatur

  1. Fleischer DM et al. Pediatrics 2012; 130: e25–32CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Urban & Vogel 2012

Authors and Affiliations

  • Elke Oberhofer

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