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pädiatrie hautnah

, Volume 24, Issue 4, pp 241–241 | Cite as

Schlaf abhängig von äußeren Einflüssen

  • Ulrich Mutschler
Seite Eins
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Kurze Schlafzeiten sind mit Gesundheitsproblemen wie kardiovaskulären und malignen Erkrankungen sowie psychiatrischen Problemen verknüpft. Eine Forschergruppe der Universität London untersuchte nun das Schlafverhalten von Zwillingen [Fisher A et al. Pediatrics 2012 129: 1091–6]. Insgesamt 2.402 Familien mit Zwillingen aus dem Geburtsjahr 2007 füllten Fragebögen aus zum Schlafverhalten im Alter von acht Monaten (Zubettgehzeiten, Schlafdauer und Mittagsschläfchen sowie Aufwachen während der Nacht). Die Auswertungen zeigten, dass Umwelteinflüsse stärker zu wirken scheinen als genetische Faktoren. Die Einschlafzeiten bei ein- oder zweieiigen Zwillingen unterschieden sich nicht, auch die Schlafdauer war ähnlich. Fast die Hälfte der Kinder (44%) hatte regelmäßige Schlafunterbrechungen mit kleinen Unterschieden bei Mädchen und Jungen. Letztere schliefen etwas länger während des Tages, umgekehrt war es in der Nacht. Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Schlafpausen von Zwillingen (40%) und Einzelkindern (43%) ähnlich häufig waren, d. h. Zwillinge sich normalerweise auch nicht gegenseitig wachhielten. Als spezifische Umwelteinflüsse identifizierten die Wissenschaftler vor allem das Fernsehen mit negativer Korrelation zur Schlafdauer. Frühe Beikost (< 4 Monaten) und mütterliche Depression waren ebenfalls damit assoziiert, ebenso eine Betreuung in Kinderkrippen.

© Julie Fairman / iStock.com

Copyright information

© Urban & Vogel 2012

Authors and Affiliations

  • Ulrich Mutschler

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