BYE BYE MADEIRA

Zu Ehren von Prof. Bahrs 75. Geburtstag fand vom 16.–21. Juni 2019 zum unwiderruflich (?) letzten Mal ein EATCM-Seminar unter dem Titel „Best of Bahr and Friends“ auf der wunderschönen Blumeninsel Madeira statt (Abb. 1).

Abb. 1
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Wunderschön geschnitzte Wassermelone zu Ehren von Herrn Prof. Bahr

90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die lange Reise zur weit im Atlantik gelegenen portugiesischen Insel nicht gescheut und dies auch nicht bereut. Aus der Schweiz kamen ganze 3 Interessierte, was ich ein bisschen bedauerlich fand — schließlich ist der Weg für Jeden gleich weit ... Im Galomar-Hotel in Caniço de Baixo ließen sich alle von der Familie Bachmeier verwöhnen — angefangen vom Willkommens-Apéro bis zum festlichen Galadiner mit Feuerwerk am letzten Abend.

Das täglich attraktive wissenschaftliche Programm brachte Neues aus der Forschung zum seelischen Trauma, zu den drei Yin-Tang-Punkten, zur Homöopathie mit Implantatnadeln, zur Schmerzbehandlung und zur neuen Master-Tung-Karte von Sandi Suwanda. Der neue bis 100-fach stärkere K2-Superlaser von Reimers und Janssen, genannt „Light Stream“, wurde ebenfalls vorgestellt. Am letzten Tag durfte der Schreibende eine Power-Point-Präsentation über die Geschichte der Ohrakupunktur und der Ohrkartographie mit dem Kulminationspunkt der neuen Ohr-Koordinaten-Karte von Bahr in einem Vortrag vorstellen, welche auch als Publikation in der jetzigen Ausgabe des Journal of Medical Acupuncture erschienen ist. Ein halbtägiger Ausflug nach Funchal mit Besuch der Fischmarkthalle und einer Fahrt im traditionellen Korbschlitten von der Wallfahrtskirche von Monte, wo der letzte österreichische Kaiser begraben liegt, hinunter in die Stadt, war ein besonderes Erlebnis. Der ganztägige Ausflug führte zu den mit 578 m höchsten Klippen Europas in Cabo Girao und besonderen Kraftorten wie der Statue des Christus Garajau, der, wie sein Kollege auf dem Zuckerhut von Rio de Janeiro, segnend die Arme ausbreitet. Mittags wurden wir in einem traditionsreichen Speiserestaurant mit speziell portugiesischer Küche vorzüglich bewirtet. Auch geistige Labsal kam mit Gin Tonic auf der Terrasse und Poncha-Degustation in Camara de Lobos nicht zu kurz. Dieser romantische Fischerhafen wurde von Winston Churchill mehrfach gemalt. Camara de Lobos heißt auf Portugiesisch „Höhle der Wölfe“, damit sind aber Mönchsrobben gemeint, welche dort früher zahlreich heimisch waren und jetzt nur noch im Naturschutzreservat der Islas desertas vorkommen.

Allzu schnell kam der Tag der Abreise und des Abschiednehmens, doch hoffen wir, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen am OGKA-Kongress, in Timmendorf und in Davos wieder zu sehen. Zumindest das Datum für letzteren Anlass können sich wohl alle merken, da auf jedem Platz eine „Save the date“-Karte für die Davoser Akupunkturtage vom 17.–21. Februar 2020 bereit gelegt wurde.

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Dr. med. Andreas Wirz-Ridolfi

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Wirz-Ridolfi, A. BYE BYE MADEIRA. Akupunkt Aurikulomed 45, 44 (2019). https://doi.org/10.1007/s15009-019-5618-9

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