10-JÄHRIGER ISLA-JUBILÄUMSKONGRESS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2015 hat begonnen und wir hoffen, Sie haben es mit ebenso viel Enthusiasmus begrüßt wie wir es getan haben. Die Lasertherapie hat im Jahr 2014 große Fortschritte erzielt und weltweite Verbreitung erfahren, so dass für dieses Jahr weitere bedeutende Neuerungen zu erwarten sind. Neben der bereits langjährig etablierten Lasernadelakupunktur hat insbesondere die intravenöse Laserblutbestrahlung durch die Einführung eines neuartigen Gelblasers der Wellenlänge 589 nm enorm gewonnen. Der gelbe Laser ist die fehlende Farbe des sichtbaren Spektrums und scheint durch die Wirkung „auf die Mitte“ eine deutlich stabilisierende Wirkung auf den Körper hervorzurufen. Steigern lassen sich diese Effekte noch durch Zugabe einer kleinen oralen Dosis eines Johanniskrautpräparates, wobei hier insbesondere die antidepressive Wirkung deutlich verstärkt wird. Zusätzlich tritt eine Art „photodynamische Begleitreaktion“ auf, die durch viruzide und bakterizide Effekte eine starke antiinflammatorische Wirkung besitzt und so große Bedeutung bei akuten und chronischen Entzündungen hat.

Weitere große Fortschritte hat es in 2014 in der photodynamischen Tumortherapie gegeben. Bislang standen nur schlecht verträgliche Photosensitizer wie Photofrin zur Verfügung und die Therapie konnte auch nur extern für oberflächliche Tumoren angewendet werden. Mittlerweile stehen neben dem sehr gut verträglichen Chlorin E6 auch Hypericin und Curcumin zur Infusion zur Verfügung, so dass hier zur antitumorösen Wirkung rote, blaue und gelbe Laser zum Einsatz kommen. Zusätzlich können durch interstitielle Nadeltechniken auch tiefer gelegene Tumore behandelt werden.

Eine neue erfolgreiche therapeutische Erweiterung ist die Therapie mit PRP (PlättchenReiches Plasma) und Laser interstitiell und intraartikulär. Hier wird das Eigenblut des Patienten verwendet und durch Zentrifugation das plättchenreiche Plasma gewonnen, welches reich an antientzündlichen Zytokinen und Wachstumsfaktoren ist. Nach Injektion an der Wirbelsäule oder in ein Gelenk wird dann durch den gleichen Zugang intraartikulär oder interstitiell bestrahlt. Diese Therapie ist nebenwirkungsfrei, außerordentlich erfolgreich und von jedem/r Kollegen/-in leicht zu erlernen und anzuwenden.

Das Zauberwort heute heißt: Stammzellen. Auf dem Weltlaserkongress in Washington in September 2014 stellte Prof. Uri Oron aus Tel Aviv seine Arbeit vor, in der er bei Tieren nach einem künstlichen Herzinfarkt durch äußerliche Bestrahlung der Tibia die Infarktzone um 90 % reduzieren konnte. Stammzellen lassen sich heutzutage relativ einfach aus dem Fettgewebe isolieren und können dann z. B. in arthrotische Gelenke injiziert werden, wobei auch hier der Laser als Energiequelle unabdingbar ist. In diesem Bereich liegt vermutlich eines der größten Potentiale der Lasertherapie für die Zukunft. In etlichen internationalen Stammzellkliniken werden derzeit Daten dazu gesammelt.

Wir laden Sie herzlich zu unserem 10. ISLA Jahreskongress vom 12.–13.6. ein (Details siehe Seite 53) und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Mit herzlichen Grüßen

Michael Weber

Gerhard Litscher

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Dr. med. Dipl. Chem. Michael Weber

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Univ.-Prof. Prof. h.c. DI Dr. techn. Dr. scient. med.Gerhard Litscher

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Weber, M., Litscher, G. 10-JÄHRIGER ISLA-JUBILÄUMSKONGRESS. Akupunkt Aurikulomed 41, 8 (2015). https://doi.org/10.1007/s15009-015-5313-4

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