Seltene, aber schwere Infektionskrankheit

Höhere Impfraten gegen Meningokokken Typ B

Im Vergleich zu 2017 sind laut einer Umfrage des Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte BVKJ e.V. 2019 etwa 50% mehr Patienten geimpft worden.

Die von der Firma GSK finanziell unterstützte Erhebung wertete Daten von 1.499 Kinderärzten aus, die von 2017-2019 zu ihrem Impfverhalten befragt worden waren [Köllges R et al. Kinder-und Jugenarzt. 2018;49(9); Köllges R et al. Kinder-und Jugenarzt. 2020;51(8)]. Bei einer Umfrage im Jahr 2013, als der MenB-Impfstoff Bexsero® von GSK in Deutschland zugelassen wurde, hatten 79% von 3.107 Kinderärzten angeben, die Impfung zu empfehlen [Takla et al. Vaccine. 2014;32:6349-55]. Tatsächlich geimpft haben im Jahr 2017 92% der Kinderärzte, im Jahr darauf 96% und 2019 sogar 98%.

Studienleiter Köllges empfindet es aufgrund seiner klinischen Erfahrung als "sehr hart", dass die STIKO nur indikationsabhängig zur Impfung rät. Zwar sind Meningokokken-Infektionen in Deutschland mit zuletzt jährlich 300-350 gemeldeten Fällen selten. Der Verlauf ist für betroffene Kinder allerdings oft schwerwiegend.

Quelle: Virtuelles Pressegespräch "Experience with MenB vaccination in Germany-results from large survey amongst paediatricians", ESPID-Kongress 2020, 28.10.2020 (Veranstalter: GSK)

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Bach, B. Höhere Impfraten gegen Meningokokken Typ B. MMW - Fortschritte der Medizin 163, 74 (2021). https://doi.org/10.1007/s15006-021-9539-x

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