Lungenkarzinom

Therapiesequenzplanung beim NSCLC

Real-Life-Daten sollen beim NSCLC eine Orientierungshilfe für die Therapiewahl liefern.

Immuncheckpointinhibitoren (ICI) mit oder ohne Chemotherapie (CTX) haben sich als Therapiestandard für Patienten mit nichtplattenepithelialem NSCLC ohne behandelbare Treibermutationen etabliert, erklärte Christian Grohé, Berlin. Die Frage nach der optimalen Folgetherapie nach ICI-Versagen sei allerdings nicht geklärt. In der prospektiven nichtinterventionellen Studie (NIS) VARGADO wird die Kombination aus dem Angiokinaseinhibitor Nintedanib (Vargatef®) und Docetaxel als Folgetherapie nach verschiedenen Vortherapien evaluiert, u. a. nach CTX in der Erst- und ICI in der Zweitlinie. Eine beim ESMO-Kongress 2020 präsentierte Interimsanalyse der NIS zeigte in diesem Setting eine gute Wirksamkeit der Kombination mit einem medianen Gesamtüberleben von 12,2 Monaten, einem medianen progressionsfreien Überleben von 6,5 Monaten und einer objektiven Ansprechrate von 50 % [Grohe C et al. Ann Oncol. 2020;31(suppl4): S754-S840].

Bei der Behandlung von Patienten mit seltenen EGFR-Mutationen hat sich der Tyrosinkinaseinhibitor Afatinib (Giotrif®) bewährt, da er Mutationen der Gruppe 1 (> 50 % der seltenen EGFR-Mutationen) adressiert. Gute Therapieergebnisse wurden durch umfangreiche Real-Life-Daten bestätigt, wobei die Wirksamkeit unabhängig von der Ethnie der Patienten war [Yang JC et al. Ann Oncol. 2020; 31(suppl 4):S754-S840].

Pressekonferenz "Stellenwert von Real-Life-Daten: Dynamischer Wandel der NSCLC-Therapielandschaft", 30. September 2020; Veranstalter: Boehringer Ingelheim

Author information

Affiliations

Authors

Corresponding author

Correspondence to Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann.

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Verify currency and authenticity via CrossMark

Cite this article

Schöllmann, C. Therapiesequenzplanung beim NSCLC. InFo Hämatol Onkol 24, 67 (2021). https://doi.org/10.1007/s15004-021-8533-x

Download citation