InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 1, pp 59–59 | Cite as

DKK 2018 — diskutieren Sie mit!

„Neue Perspektiven in der Onkologie …“

onkologie aktuell
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„Perspektiven verändern Krebs — Krebs verändert Perspektiven. Diagnose — Therapie — (Über-)Leben“, lautet das Motto des Deutschen Krebskongresses 2018. Prof. Dr. Thomas Wiegel und Prof. Dr. Florian Lordick über besondere Aspekte des DKK 2018.

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Krebspatienten sind oft gezwungen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Dabei müssen wir sie nach Kräften unterstützen, sowohl in der kurativen als auch in der palliativen Situation.

Prof. Dr. Thomas Wiegel, Präsident des Deutschen Krebskongresses 2018

© DKG

Patientenorientierung am Lebensende ist ein wichtiges Thema, das Ärzte, Pflegekräfte und Patienten gleichermaßen bewegt.

Prof. Dr. Florian Lordick, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der DKG

© DKG

Das Motto des Kongresses lautet dieses Mal „Perspektiven verändern Krebs — Krebs verändert Perspektiven. Diagnose — Therapie — (Über-)Leben“. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Prof. Thomas Wiegel: Durch die Wahl des Kongressmottos wollen wir auf die wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte in allen Bereichen der Onkologie hinweisen. Sie sorgen dafür, dass sich in der Krebsversorgung neue Perspektiven eröffnen, die wir auf dem Kongress aufgreifen und beleuchten wollen. Die Sicht der Patienten darf dabei aber nicht außer Acht gelassen werden. Durch ihre Erkrankung sind sie vielfach gezwungen, neue Lebensperspektiven für sich zu entwickeln. Als Ärzte müssen wir sie dabei nach Kräften unterstützen, sowohl in der kurativen als auch in der palliativen Situation. Auch darüber wollen wir auf diesem Kongress diskutieren.

Herr Professor Lordick, Sie sind Vorsitzender der APM, der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der Deutschen Krebsgesellschaft. Die APM hat aktiv an der Programmplanung zum DKK 2018 mitgewirkt. Wie ist die Palliativmedizin ins Programm integriert?

Prof. Florian Lordick: Die Palliativmedizin gehört zu den Kongressschwerpunkten. Die aktuelle S3-Leitlinie zur Palliativmedizin onkologischer Patienten betont, dass eine palliativmedizinische Versorgung möglichst frühzeitig einsetzen soll, wenn die Erkrankung als nicht mehr heilbar diagnostiziert wird. Die Leitlinie enthält unter anderem Empfehlungen für Versorgungsstrukturen, die diese frühzeitige palliativmedizinische Behandlung der Betroffenen ermöglichen. In der Plenarsitzung Palliativmedizin wollen wir diskutieren, wie diese Integration umgesetzt wird, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Vergleich, und welche Maßnahmen in der palliativen Situation sinnvoll sind. Untersuchungen zeigen, dass Patienten am Lebensende eher übertherapiert werden und dass ihr Wunsch, im häuslichen Umfeld zu sterben, oft nicht berücksichtigt wird. Patientenorientierung am Lebensende ist ein wichtiges Thema, das Ärzte, Pflegekräfte und Patienten gleichermaßen bewegt.

Im Programm sind auch Oxford-Debatten zu palliativmedizinischen Themen vorgesehen. Was soll dort kontrovers diskutiert werden?

Lordick: Die provokative Frage unserer Oxford-Debatte lautet: Ist die palliativmedizinische Versorgung eine multidisziplinäre Aufgabe? Palliativpatienten benötigen für den Erhalt oder die Wiederherstellung ihrer Lebensqualität die bestmögliche Linderung körperlicher Symptome, Respekt vor ihrer Integrität und Würde, psychosoziale Unterstützung sowie Angebote der spirituellen Begleitung bis zum Tod. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer zu welchem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf welche Versorgungsaufgaben übernimmt.

Und was wünschen Sie sich, Professor Wiegel, für den DKK 2018?

Wiegel: Viele lebhafte Diskussionen. Und die Oxford-Debatten kommen gerade dann zum Einsatz, wenn es darum geht, in kondensierter Form alle wichtigen Argumente hinter einer provokativen medizinischen Fragstellung herauszuarbeiten.

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Authors and Affiliations

  • red
    • 1
  1. 1.

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