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ProCare

, Volume 23, Issue 3, pp 1–1 | Cite as

Sicher handeln

  • Verena Kienast
editorial
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Noch findet sich der Pflegeberuf in Österreich in einem Dilemma: Geprägt von traditionellen Bildern mit überwiegend weiblichen Attributen, in vielen Bereichen hochqualifiziert, gesetzlich mit einer breiten Palette an Kompetenzen ausgestattet — aber in der täglichen Praxis immer noch um Anerkennung und Wertschätzung ringend.

Die ambitionierten Pflegekräfte bilden sich weiter, engagieren sich auch in der Berufspolitik oder in der Entwicklung ihres Fachs, sind bei Kongressen als Organisatoren und Referenten zu finden und kehren im besten Fall vollmotiviert wieder zu ihren Patienten zurück. Abseits dieser Aufbruchsstimmung herrscht freilich weiterhin und vielleicht sogar noch mehr Frust und Desillusionierung und das spiegelt sich nicht nur in der Arbeit, sondern auch in der Einstellung dazu wider. Die Stimmung wird leider nicht besser. So erhob das Stimmungsbarometer der Pflege, das der Kongressorganisator Business Circle anlässlich des 10. PflegeManagement Forums um den vergangenen Jahreswechsel erhob, dass vor allem die Führungskräfte in der Pflege weniger zufrieden mit ihrem Beruf und der Arbeitssituation sind als noch vor zehn Jahren

Auf der einen Seite steigende Anforderungen hinsichtlich Qualitätssicherung mit drohenden rechtlichen Konsequenzen in manchen Fällen, auf der anderen Seite keine Zeit und das Diktat des Sparens. Das kann sich auf die Dauer nicht ausgehen.

Eine rechtlich heikle, aber im klinischen Alltag sehr präsente Materie ist der Umgang mit verwirrten, psychisch kranken, dementen und kognitiv eingeschränkten Patienten. Maßnahmen zur Freiheitsbeschränkung dürfen hier nur das letzte Mittel sein, um den Patienten selbst und die Mit-Patienten zu schützen. Dies ist im Heimaufenthaltsgesetz klar geregelt. Man muss also wissen, unter welchen Voraussetzungen dies rechtlich abgesichert ist und wann nicht — und dafür stellt Springer Pflege in Kürze ein modernes, interaktives eLearning zur Verfügung! Wer die Grundlagen kennt, kann für sich und den Patienten sicher handeln

meint Ihre

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© Springer-Verlag Wien 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Österreich

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