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Ethik in der Medizin

, Volume 30, Issue 2, pp 159–163 | Cite as

Die klinische Translation humaner induzierter pluripotenter Stammzellen. Eine Stakeholder-Konferenz zur Evaluation innovativer Risikoforschung

Göttingen, 20.–21. Oktober 2017
  • Helene Gerhards
Tagungsbericht

Die gesellschaftlichen Debatten rund um die humanen embryonalen Stammzellen (hES) haben im bundesdeutschen Kontext um die Jahre 2000 und 2007 aufgezeigt, dass ihre Beforschung erhebliche ethische Probleme aufwirft. Insbesondere der Verbrauch von Embryonen für die Generierung embryonaler Stammzelllinien erwies sich damals als stark umstritten. Dagegen scheinen die derzeitigen Entwicklungen in der Stammzellforschung und ihre neuen Anwendungsaussichten unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit zu laufen. Vor allem humane induzierte pluripotente Stammzellen (hiPS), welche durch Reprogrammierung somatischer Körperzellen gewonnen werden und nahezu die gleichen zellphysiologischen Fähigkeiten wie hES aufweisen, werden als vielversprechende Alternative zu hES gehandelt: Einerseits scheinen sich Fragen nach Lebensschutz mit ihrer Produktion und Verwendung zu erübrigen, andererseits lassen sich mit ihnen erste klinische Translationsmöglichkeiten konzipieren. Gleichzeitig erweist sich die...

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftUniversität Duisburg-EssenDuisburgDeutschland

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