Monatsschrift Kinderheilkunde

, Volume 165, Issue 7, pp 605–608 | Cite as

Ungewöhnliche Selbststrangulation durch einen Puppenwagen

Kasuistiken
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Zusammenfassung

Strangulationsverletzungen im Säuglings-, Kleinkind- und Schulalter sind im rechtsmedizinischen Untersuchungsgut hinlänglich bekannt. Dabei überwiegen akzidentelle gegenüber deliktischen Ursachen.

In der vorliegenden Fallbeschreibung wird die Möglichkeit eines akzidentellen Erstickens im Kleinkindesalter durch Spielen mit einem herkömmlichen Puppenwagen dargestellt. Die klinischen Befunde und der Verlauf werden beschrieben und der Unfallhergang rekonstruiert. Um derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden, ist eine Meldung des Vorgangs an die zuständige CE-Zertifizierungsstelle erfolgt. Ein technischer Verbesserungsvorschlag kann aus der Unfallanalyse abgeleitet werden.

Schlüsselwörter

Strangulation Kind Unfall Rechtsmedizin Puppenwagen 

Unusual self-strangulation by a doll’s pram

Abstract

Injuries caused by strangulation in babyhood, infancy and during school age are well known in forensic medicine investigations. Accidents are more frequent causes than wrong-doing.In our clinical case we describe the possibility of accidental strangulation in an infant while playing with a conventional doll’s pram. The clinical results and course are described and the accident reconstructed. To prevent such accidents in the future we reported this case to the responsible CE certification office. A technical recommendation for improvement can be derived from analysis of this accident.

Keywords

Strangulation Child Accident Forensic medicine Doll’s pram 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

A. Weber, J. Manhart und G. Stuhldreier geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Alle beschriebenen Untersuchungen am Menschen wurden mit Zustimmung der zuständigen Ethik-Kommission, im Einklang mit nationalem Recht sowie gemäß der Deklaration von Helsinki von 1975 (in der aktuellen, überarbeiteten Fassung) durchgeführt. Von allen beteiligten Patienten liegt eine Einverständniserklärung vor. Im Fall von nichtmündigen Patienten liegt die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten oder des gesetzlich bestellten Betreuers vor.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung für KinderchirurgieUniversitätsmedizin Rostock, Klinik für ChirurgieRostockDeutschland
  2. 2.Institut für RechtsmedizinUniversitätsmedizin RostockRostockDeutschland

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