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Heilberufe

, Volume 70, Issue 4, pp 61–61 | Cite as

NATIONALER AKTIONSPLAN

Gesundheitskompetenz der Pflegenden stärken

  • Springer Medizin
PflegePositionen 4/2018
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Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz erkennt richtigerweise, dass die professionell Pflegenden eine wesentliche Rolle im Gesundheitswesen spielen, betonte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), bei der Vorstellung des Aktionsplans in Berlin. „Die Kommunikation ist eines der stärksten Instrumente zur Erreichung von Gesundheitskompetenz. Die professionell Pflegenden tragen dabei eine entscheidende Rolle. Sie sind es, die tagtäglich in der direkten Kommunikation mit den Angehörigen, Patienten und Pflegebedürftigen stehen. Die Kompetenz der professionell Pflegenden gilt es weit stärker zu nutzen, als dies heute getan wird. Der Rollenwandel innerhalb der Gesundheitsberufe muss viel mehr als bisher im Sinne einer Kompetenzorientierung vollzogen werden. Das erfordert auch eine Weiterqualifikation anderer Gesundheitsprofessionen.

Der Fokus der Gesundheitskompetenz muss jedoch gleichermaßen nach innen gerichtet sein. Eine zentrale Aufgabe auch des Nationalen Aktionsplans Gesundheit muss es daher sein, die Gesundheitskompetenz der professionell Pflegenden und der pflegenden Angehörigen selbst zu stärken. Angesichts der hohen Arbeitsbelastungen und Ausfallzeiten der professionell Pflegenden als auch der pflegenden Angehörigen müssen wir viel früher als es heute üblich ist, dafür sorgen, dass beide Gruppen gesund bleiben.“

Auf bis zu 15 Milliarden Euro im Jahr beziffern die Experten die Mehrausgaben, die durch unzureichende Gesundheitskompetenz in Deutschland entstehen. Erstellt wurde der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ von einem Expertenteam aus Wissenschaft und Praxis um Doris Schaeffer und Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld, Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance sowie Kai Kolpatzik vom AOK-Bundesverband. Diese betonen, dass Gesundheitskompetenz nur bei jedem Zweiten in Deutschland vorliegt. Dagegen will man mit dem Aktionsplan vorgehen.

Der Plan umfasst 15 Empfehlungen in den fünf Obergruppen: Die Gesundheitskompetenz in allen Lebenswelten fördern, das Gesundheitssystem nutzerfreundlich und gesundheitskompetent gestalten, Gesundheitskompetent mit chronischer Erkrankung leben sowie Gesundheitskompetenz systematisch erforschen.

Literatur

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