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Heilberufe

, Volume 70, Issue 4, pp 49–49 | Cite as

Wissenschaftsjahr 2018 — Arbeitswelten der Zukunft

AriA: Robotik für die Altenpflege der Zukunft

  • Springer Medizin
PflegeAlltag Serie Digital

_ Wie kann Robotik in der Pflege sozial verträglich eingesetzt werden, um den Herausforderungen in der Arbeitswelt zu begegnen? Im Projekt „AriA“ (Anwendungsnahe Robotik in der Altenpflege) entwickeln Forscher der Universität Siegen und der Fachhochschule Kiel gemeinsam mit Pflegekräften roboter-basierte Szenarien und Modelle für die Zukunft der Pflege. Diese werden verknüpft mit Weiterbildungsangeboten und Entwicklungsszenarien für die Praxis.

Während des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Wissenschaftsjahres 2018 — Arbeitswelten der Zukunft stellt die Forschungsgruppe ihr Projekt in Workshops und Informationsveranstaltungen bundesweit der Öffentlichkeit vor. Dabei steht der Austausch mit angehenden Pflegeschülern, Lehrenden und Fachkräften des Pflege- und Gesundheitsbereichs ganz oben auf der Agenda.

Die Forscher in Kiel und Siegen untersuchen, welche Rollen und Aufgaben Roboter im Altenheim übernehmen können und sollen. Dabei sind ethische Aspekte ebenso im Blick wie rechtliche Grundlagen und die soziale Verträglichkeit der neuen Technik. Mit humanoiden Robotern des Typs „Pepper“ besuchen die Wissenschaftler Pflegeeinrichtungen und analysieren, wie offen Bewohner und Pflegekräfte für die neuartigen Technologien sind. Im intensiven Austausch werden Anwendungen für den Roboter entwickelt, gemeinsam mit den Zielgruppen getestet und bewertet.

„Wie jede technologische Innovation sind auch Innovationen aus der Robotik maßgeblich von der Akzeptanz der menschlichen Akteurinnen und Akteure abhängig, die in der mittelbaren und unmittelbaren Umgebung des Roboters ihren täglichen Routinen nachgehen“, betont Prof. Dr. Jens Lüssem, der das Projekt an der Fachhochschule Kiel leitet. „Es ist wichtig, frühzeitig die Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen der Pflegekräfte, Pflegebedürftigen und Angehörigen einzubinden“, ergänzt Hannes Eilers von der Fachhochschule Kiel.

Der humanoide Pepper-Roboter „Emma“ im Ausstellungsfahrzeug InnoTruck

© BMBF/ Wissenschaftsjahr 2018

Literatur

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Springer Medizin

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