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, Volume 21, Issue 3, pp 19–23 | Cite as

Telearbeit in Deutschland

  • Juan-J. Carmona-Schneider
  • Ute Schwertje
Angewandte Geographie
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Einleitung

Der vorliegende Beitrag entstand im Rahmen der deutschen Fallstudie des von der Europäischen Union (Leonardo da Vinci–Programm) geförderten Kooperationsprojektes “Telearbeit und der Erwerb beruflicher Kompetenzen”. Bereits Anfang der 80er Jahre wurde dem Konzept der Telearbeit als Arbeitsform der nahen Zukunft hohe Priorität eingeräumt. Der erwartete Erfolg stellte sich jedoch nicht ein. Prognostizierte betriebliche und gesellschaftliche Folgen blieben aufgrund der geringen Verbreitung aus. Anfang der 80er Jahre gab es etwa nur von 1.000 bis 2.000 Telearbeitsplätze. Dies führte zu dem Bonmot, es gäbe mehr Forscher zum Thema als Telearbeiter selbst.

Derzeit geht es um die zweite große Diskussionswelle. Sie begann mit der IBM-Betriebsvereinbarung von 1991 (vgl. Abb. 1). Erfahrungen aus anderen Ländern sowie die rasche Entwicklung der Informations– und Kommunikationstechnologien (IuK–Technologien) trugen ebenfalls zur Renaissance der Diskussion über die Telearbeit bei. Gegenüber den 80er Jahren ist die Technik wesentlich ausgereifter. Angesichts wachsender Arbeitslosigkeit und zunehmender Verkehrsprobleme herrscht heute ein wesentlich größerer Problemdruck, der die Suche nach neuen Lösungen verstärkt. Auch der Wertewandel sowie neue Organisationskonzepte und Management– techniken in Unternehmen fördern bzw. erleichtern die Diffusion der Telearbeit. Beschleunigend wirkt zudem die Förderung durch die Politik sowie der abnehmende Widerstand von Kritikerseite.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Juan-J. Carmona-Schneider
    • 1
  • Ute Schwertje
    • 1
  1. 1.ISA Consult, Westring 26, 44787 BochumDE

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