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Der Gynäkologe

, Volume 30, Issue 5, pp 416–425 | Cite as

Laparoskopische Techniken zur Durchführung einer Hysterektomie

8 Jahre und kein bißchen weise?
  • E. Malik
  • K. Diedrich
  • P. Scheidel
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Zusammenfassung

Unterschiedliche Bezeichnungen eines identischen Vorgehens der Exstirpation des Uterus auf laparoskopischem Wege tragen zu großer Verwirrung bei. Die wichtigste Forderung gilt deshalb der Vereinheitlichung der laparoskopischen Technik der Hystererektomie. Wichtig ist deshalb die Feststellung, daß der Weg, über den die uterinen Gefäße präpariert werden, für die Bezeichnung der laparoskopisch durchgeführten Hysterektomie entscheidend sein soll. Zur Zeit muß festgehalten werden, daß die Inzidenz an urogenitalen Fisteln, Blasenläsionen und Ureterläsionen nach laparoskopischen und total laparoskopischen Hysterektomien höher ist als die nach abdominalen und vaginalen Hysterektomien. Die laparoskopischen und total laparoskopischen Hysterektomien sind mit verlängerten Operationszeiten gegenüber den abdominalen, insbesondere jedoch gegenüber den vaginalen Hysterektomien, verbunden. Die für eine laparoskopische Hysterektomie anfallenden Kosten sind höher als die für eine vaginale Hysterektomie. Im Rahmen der laparoskopischen Hysterektomie profitiert die Patientin von der verkürzten Schmerzdauer, dem geringeren Analgetikaverbrauch und der verkürzten Rekonvaleszenzphase.

Aufgrund der oben erwähnten Daten wird deutlich, daß die laparoskopische Hysterektomie die vaginale Hysterektomie nicht ersetzen kann. Durch die Renaissance der subtotalen Hysterektomie erfährt die Hysterektomie-Debatte eine unerwartete Nuance. Die suprazervikale Hysterektomie könnte zur Methode der Wahl bei der Behandlung nicht maligner Erkrankungen des Korpus uteri werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • E. Malik
    • 1
  • K. Diedrich
    • 1
  • P. Scheidel
    • 2
  1. 1.Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Universität zu Lübeck
  2. 2.Frauenklinik, Marienkrankenhaus Hamburg

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