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coloproctology

, Volume 22, Issue 5, pp 161–169 | Cite as

Anastomoseninsuffizienz nach kontinenzerhaltenden Rektumresektionen

  • Stefan Farke
  • Harald Gögler
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Zusammenfassung

Klinisch manifestierte Anastomoseninsuffizienzen nach anterioren Rektumresektionen treten in 3 bis 30% der Operationen auf. Ihre Häufigkeit ist abhängig von der Höhe der Anastomose.

Um einen Überblick zu Diagnostik, Therapie und Vorbeugung von Nahtbrüchen in der Praxis der Rektumchirurgie zu gewinnen, wurde unter 24 in der Rektumchirurgie spezialisierten Kliniken eine Umfrage zu diesem Thema gemacht.

Die Auswertung ergab folgende Empfehlungen: Bei anterioren Resektionen legen 23 der Befragten kein protektives Stoma an, bei tiefen anterioren Resektionen entscheiden sich 22 der Kliniken für die Anlage einer protektiven Stuhldeviation nach intraoperativer Situation; bei ultratiefen Anastomosen wird in 23 der 24 Kliniken eine protektive Stuhlableitung angelegt.

Als wichtige klinische Zeichen einer Nahtinsuffizienz werden Luft im Drainagebeutel sowie CRP- und Leukozytenerhöhung genannt. Zum Nachweis der Anastomoseninsuffizienz werden Kontrastmitteleinlauf, digitale Untersuchung und Koloskopie durchgeführt. Für die Behandlung dieser kritischen Situationen gibt es kein schematisches Vorgehen. Entscheidend ist ein erfahrener, schnell und entschlossen handelnder Chirurg.

Schlüsselwörter Rektumchirurgie Anastomoseninsuffizienz 

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Copyright information

© Urban & Vogel, München 2000

Authors and Affiliations

  • Stefan Farke
  • Harald Gögler
    • 1
  1. 1.Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Schwerpunkt Koloproktologie, DRK Kliniken Westend, BerlinDE

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