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Bilder der Endzeit Zu einem authentischen Text der Berliner Kindheit von Walter Benjamin

  • Bernd Witte
Article

Zusammenfassung

Die Berliner Kindheit liegt bislang nur in unzulänglichen Ausgaben vor. Die Rekonstruktion ihrer Textgenese ermöglicht es, das in der Bibliothèque Nationale (Paris) entdeckte Typoskript des Werkes als Vorlage der 1938 geplanten Buchausgabe zu identifizieren. Auf Grund dieser authentischen Textgestalt wird eine strukturelle Analyse von Benjamins wichtigstem literarischen Werk vorgelegt.

Abstract

Until now Berliner Kindheit has only been published in inadequate versions. Reconstructing the genesis of its text makes it possible to identify the typoscript recently discovered in the Bibliothèque Nationale (Paris) as the final draft for a publication planned in 1938. A structural analysis of the most important of Benjamin’s literary works is given on the basis of this authentic text.

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Literature

  1. 2.
    Walter Benjamin, Gesammelte Schrifien, hrsg. Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser (1972ff.), IV, 113–116. (Im folgenden zitiert als GS). “Lesendes Kind” in der Berliner Kindheit als “Schmöker” (GS, IV, 274f.), “Zu spät gekommenes Kind” als “Zu spät gekommen” (GS, IV, 247), “Naschendes Kind” als “Die Speisekammer” (GS, IV, 250), “Karussellfahrendes Kind” als “Das Karussell” (GS, IV, 268), aus “Unordentliches Kind” ist das Motiv des letzten Satzes entfaltet in “Schränke” (GS, IV, 283f.), “Verstecktes Kind” als “Verstecke” (GS, IV, 253f.). Die Texte, die in der Einbahnstraße in der dritten Person Präsens stehen, sind von Benjamin für die Berliner Kindheit in die Ich-Form des Präteritums transponiert worden.Google Scholar
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    Sabine Schiller-Lerg, Walter Benjamin und der Rundfunk, Rundfunkstudien 1 (1984), S. 104ff. Zwei Texte aus dieser Serie sind jetzt vorabgedruckt inGoogle Scholar
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    Walter Benjamin, “Radio feuilletons für Kinder und Jugendliche,” Sinn und Form, 36 (1984), 638–694. Ihre Buchveröffentlichung unter dem Titel “Aufklärung für Kinder” ist für 1985 angekündigt. Der erste dieser Texte, der E. T. A. Hoffmann als den Dichter des “dämonischen Berlin” vorstellt, geht von einer persönlichen Erinnerung Benjamins an seine Internatszeit in Haubinda aus und spricht dann von seiner heimlichen Hoffmann-Lektüre als Kind. Diese Episode ist teilweise in den Text “Schränke” der Berliner Kindheit eingegangen (Erstpublikation: Frank-fürter Zeitung, 14. 7. 1933; GS, IV, 283 ff).Google Scholar
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    Vgl. seine Rezension von Hesseis Heimliches Berlin und Spazieren in Berlin (GS, III, 82ff. und 194ff.), in dem Passagen aus “Tiergarten” wörtlich vorformuliert sind. Zu Hessel vgl. Verf., “Auf der Schwelle des Glücks: Franz Hessel,” in Franz Hessel, Ermunterung zum Genuß (1981) und die Nachworte in den Neuausgaben von Heimliches Berlin (1982) und Der Kramladen des Glücks (1983).Google Scholar

Copyright information

© Metzler 1984

Authors and Affiliations

  • Bernd Witte
    • 1
  1. 1.AachenDeutschland

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